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Allgemeine Fragen und Antworten zum Thema Börse

 

Aufzählung

Was ist die Grundvoraussetzung für einträgliche Börsengeschäfte?

 

Aufzählung

Wie ist an den Börsen grundsätzlich vorzugehen?

 

Aufzählung

Was heißt "spekulieren", wer ist Spekulant"?

 

Aufzählung

Welche Fertigkeiten erfordert ein Erfolg versprechendes Tätigwerden an den Börsen?

 

Aufzählung

Wie hilfreich sind ökonomische Modelle der Wirtschaftswissenschaften bei der Geldanlageplanung?

 

Aufzählung

Für welchen Anlagezeitraum soll ich mich entscheiden?

 

Aufzählung

Worauf ist bei der Anlageplanung besonders zu achten?

 

Aufzählung

Welchen Stellenwert haben Börsennachrichten und Anlageempfehlungen bei der Informationssammlung?

 

Aufzählung

Ich bin Unternehmer in einem börsenfremden Tätigkeitsbereich. Soll ich mich dennoch selber um meine täglichen Geldanlageentscheidungen kümmern?

 

Aufzählung

Durch Kleinanzeigen, Telefonkontakte und im Internet habe ich erfahren, dass an den Börsen unglaubliche Gewinne innerhalb kürzester Zeit möglich sind. Ist so etwas seriös?

 

Aufzählung

Ich habe an der Börse Geld verloren. – Wie kann ich mir aufhelfen?

 

Aufzählung

Was zeichnet einen erfolgreichen Investor aus?

 

Aufzählung

Welche Hinweise und Ratschläge sind sonst noch beherzigenswert?

 

weiter zu: Besondere Börsenfragen

 

 

Was ist die Grundvoraussetzung für einträgliche Börsengeschäfte?

Jedermann ist Herr seiner unternehmerischen Kräfte und dessen, was er mit ihrer tätiger Hilfe zu gestalten gedenkt. Um erfolgreich unternehmerisch tätig zu werden – und um nichts anderes geht es bei jedwedem Geschäftsgang an den Börsenmärkten – ist der umsichtige Geldanleger gefordert, sich unermüdlich und mit ausdauernder Beharrlichkeit mit dem Marktgeschehen zu befassen. So wird er nüchtern und unbefangen mit geschärftem, aufmerksamem Blick überall hin ausspähen, immer in der Endabsicht, von den sich auf den Märkten darbietenden Vorteilsgelegenheiten rechtzeitig zu erfahren, um sie geschickt für seine Zwecke auszunützen. Im Streben nach diesem Wunschziel sind die ihm eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die ganze Arbeitskraft ebenso wie das Vergütung suchende Kapital so planvoll und wohl überlegt als möglich daranzusetzen.

 

Wie ist an den Börsen vernünftigerweise vorzugehen?

Jeder Verkehrsvorgang an den Märkten will zuallererst wohl überlegt sein. Vernünftige Anlageentscheidungen setzen zunächst und vor allem voraus, sich sowohl über seine eigenen Anlageziele als auch über seine finanziellen Gestaltungsspielräume völlig im Klaren zu sein. In Rechnung zu ziehen sind hierbei besonders die folgenden Gesichtspunkte: 1.) der Anlagehorizont, 2.) die persönliche Liquiditätsvorliebe und 3.) die eigene Einstellung zum "Risiko". Gerade dem letztgenannten Erfordernis ist die gebührende Achtsamkeit zuzuwenden. Das jeder Geldveranlagung innewohnende Risiko ist bekanntlich in gerader Linie zurückzuführen auf mangelnde Kenntnis über den künftigen Marktverlauf. Der bedächtige Anleger tut gut daran, der Unsicherheit über den künftigen Kursgang durch planvolles Vorgehen von Anfang bis zu Ende entgegenzuwirken, indem er sich a.) börsentechnisches Fachwissen anzueignen befleißigt, b.) gesammelte Auskunftsmittel heranzieht, die aus verschiedenen anerkannt zuverlässigen Quellen stammen und jene c.) an der Hand gut bewährter wissenschaftlicher Einsichten sachkundig auszuwerten versteht. Des Weiteren gehört in die Abteilung des unentbehrlichen Feinhandwerks eines Händlers, die eigenen Anlageentscheidungen in allen ihren möglichen Ausgängen gründlich vorauszubedenken, wozu passend das auf persönliche Erfahrung hin Erlernte bei den Überlegungen gebührend mit zu verwerten ist. Endlich sind Verbeugungsmaßnahmen zu treffen, die tauglich anerkannt sind, Vorsorge gegen den nie ganz auszuschließenden Verlustfall zu schaffen.

Bei allen Planungen, die der Beurteilung der nachhaltigen Vorteilhaftigkeit einzelner infrage kommender Kapitalanlagen vorausgehen, ist es entschieden anzuraten, stets den Gesamtumfang und Aufbau in allen Stücken des in die Berechnung einbegriffenen Portfolios mit in Vorbedacht zu ziehen. Dem Risikofreudigen, der selbst ein Handelsgeschäft auf Kredit nicht scheut, sei angeraten, vorsorglich der Regel zu folgen: Es gilt bei allem dem, unter allen Umständen die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) und das geschäftliche Ansehen (Bonität) zu wahren, um selbst nach einem ungünstigen Kursverlauf nicht unversehens zu Zwangsverkäufen (oder Zwangskäufen bei Leergeschäften) genötigt zu sein.

 

 

 

 Weltweit Handeln

 

 

 

 

 

 

 

Was heißt "spekulieren", wer ist "Spekulant"?

Der alltäglichen Anschauung nach – und dabei freilich ethisch leicht angehaucht – wird unter Spekulant (engl. »speculator, trader«) häufig und gern ein Mensch im Sinne eines waghalsigen Glücksspielers verstanden, so zumal einer, der sein Geld ohne jede Scheu selbst auf sittlich anrüchige Weise unterbringt, alles in der kühnen Hoffnung auf schnelle Vermögensschaffung. Nach dem lateinischen Wortstamm speculari, »spähen, beobachten« indes, worauf die ursprüngliche Form und Bedeutung, das sog. Etymon, des Wortes Spekulant zurückgeht, lässt sich ein Spekulant deuten als "ein Mann, welcher von einem erhöhten Standpunkt aus in die Ferne späht", und weiter "jemand, welcher neue und unbekannte Wege und Gegenden für das große Heer der Handelstreibenden ausfindig macht und absucht".

(Jean Gustave Courcelle-Seneuil (1813-1892), Professor der Nationalökonomie und französischer Staatsrat)

Ein Spekulant lässt sich darum umschreiben als eine planvoll handelnde Person, die auf Märkten nach gewinnbringenden, zumeist kurzfristig ausgerichteten Investitionsgelegenheiten Ausschau hält und ihr Risikokapital auf dem Boden der dabei gesammelten Wissensvorsprünge gezielt zum Einsatz bringt. Demgemäß unterscheidet sich die dem Begriff des Spekulanten unterlegte Deutung entschieden von der eines Spielers ("Zocker"): Der Spekulant handelt wohlüberlegt, indem er alle seine Anlageentscheidungen nach jeder Richtung auf wirtschaftliche Ursachen, insbesondere aber auf eine gut verbürgte Untersuchung von Preiseinflussgrößen stützt (so z.B. durch die sog. Fundamentalanalyse oder durch das Ausnutzen von "Informationsineffizienzen" in und zwischen den Märkten). Der Spieler hingegen handelt wahllos und willkürlich, schlechterdings "aus dem Bauch heraus", indem er vorwiegend seine Spielwut und Spekuliersucht zu befriedigen sucht.

 

Welche Fertigkeiten erfordert ein Erfolg versprechendes Tätigwerden an den Börsen?

Ein von Erfolg gekröntes Geschäftstreiben an den weltweiten Börsen und Finanzplätzen bedarf unverzichtbar eines treffsicheren Urteilsvermögens ebenso wie einer raschen und feinsinnigen Auffassungsgabe im Verein mit einem gewissen Maß an Selbstzucht. Sind diese unentbehrlichen Vorbedingungen im Wesentlichen erfüllt, so lassen sich bei aller Verschiedenheit im Einzelnen zwei voneinander zu trennende Wege einschlagen: Ein erster Weg geht dahin, sich die für Handelsgeschäfte dieser Art nötige fachliche Bildung zu eigen zu machen. Sie macht das Handwerkszeug aus, dessen vollkommenes Beherrschen die Voraussetzung für erfolgreiche Börsengeschäfte ist. Gar manch einer wieder wird geneigt sein, gelungene Einfälle und Vorgehensweisen anderer erfolgreicher Börsenstrategen schlichtweg zu übernehmen. Obwohl einer solchen Handlungsweise aus leicht begreiflichen Gründen enge Grenzen gezogen sind, ist dagegen nichts zu sagen. Ein getreues Anbringen von vervielfältigtem Erfahrungswissen anderer kann sich im Geschäftsleben durchaus bewähren. Hierbei liegt allerdings die Gefahr ganz nahe, dem besser Geschulten immerfort bloß hinterherzuhinken, was den eigenen Anlageerfolg nicht nur mindern, sondern den eigentlichen Plan am letzten Ende sogar gänzlich durchkreuzen kann.

Gesicherte alltagstaugliche Erfahrungen allein, so nützlich sie immer sein mögen, reichen im Allgemeinen nicht aus. Ein zweites, nicht minder zulängliches Mittel, mit seinen Börsengeschäften nachhaltig und auf Dauer erfolgreich zu sein, besteht – wie bei allem wirtschaftlichen Handeln – darin, findig zu sein und sich Sonderkenntnisse mannigfachster Art anzueignen. Beizubringen ist einerseits ein gewisses Geschick in der Erkundung der Auf- und Abbewegungen der Kurse wie auch in den Schlüssen, die man daraus zieht, wozu grundlegende Fertigkeiten der Markt- und der sog. "Charttechnik" ganz gut sind ("technische Analyse"); andererseits ein gediegenes finanz- und börsentechnisches Sachwissen, so zumal eine ausgedehntere Kenntnis der auf den verschiedenen Börsenplätzen herrschenden Marktverhältnisse mit Inbegriff ihrer vielnamigen Handelsgegenstände ("Fundamentalanalyse"). Ferner tut man wohl daran, kundig zu sein in der Anbringung der richtigen Auftragsarten (Ordres) als auch in den Feinheiten, mit denen sie versehen sind. Nebstdem sind gediegne sozial(verhaltens)wissenschaftliche Einsichten im Hinblick auf das Seelenleben der Börsen ("Börsenpsychologie") in der allgemeinsten Weise, aber auch rücksichtlich der eigenen Denkweise und Einstellung, besonders der persönlichen Risikoneigung, unerlässlich. Gewiss hilfreich ist überdies ein gewisses Maß an wirtschaftspolitischem Verständnis als endlich auch die Beherrschung grundlegender Kenntnisse des Börsenrechts, allenfalls auch die des Steuerrechts. Alles dies in sich aufzunehmen ist entschieden nötig, um imstande zu sein, zuverlässige von unzuverlässigen Nachrichten mit Rücksicht auf deren Quellen zu trennen, d.i. sich nachhaltig mit dem unerschöpflichen Strom täglicher Börsennachrichten und deren Auswirkungen auf das Marktgeschehen auseinanderzusetzen. Es ist leicht einzusehen, dass derlei persönliche Fertigkeiten kaum anders als durch Aufbietung von anhaltender Zielstrebigkeit und hingebungsvollem Fleiß zu erlangen sind. Mit einem solchen Rüstzeug versehen, unterstützt durch eine geeignete technische Grundausstattung, lassen sich gut untermauerte Kursvoraussagen und Anlageentscheidungen herleiten und umsetzen, die sich nicht zuletzt auch im Nachhinein frei von allem Unbehagen mit urteilssicherem Anspruch rechtfertigen lassen. Die Frage nach der endgültigen Richtigkeit des eigenen Urteils wird sich letztendlich am hervorgebrachten Erfolg der Handelsgeschäfte erproben.

 

Wie hilfreich ist das Studium einschlägiger ökonomischer Modelle der Wirtschaftswissenschaften bei der Geldanlageplanung?

Eine gehäufte Zahl von Modellen der Wirtschaftstheorie hebt sehr wesentlich von der Wirklichkeit ab. Nicht wenige darunter gehen landläufig von bestimmten apriori-Annahmen aus, die bereits dem Eindruck des ersten Augenscheins nach im Widerstreit mit der alltäglichen Erfahrung stehen. Außerhalb der fachwissenschaftlich gebildeten Kreise erwecken sie nicht selten die Vorstellung wirtschaftliche Begriffe verwendender Mathematik. So trifft man in diesem Gebiet wieder und wieder auf Theorien, die sich eines verwickelten mathematisch-formalistischen Apparates bedienen, der vor allem durch (dem Nicht-Mathematiker nicht jedes Mal sofort völlig verstehbare) symbolische Logik, allerlei Abbreviaturen und "Mathematisierung" durch Vektorschreibweise zu bestechen weiß, während der Erklärungsgehalt von empirischen Zusammenhängen oft überaus kärglich ausfällt. Ebenso oft begegnen man in abstrakt-hypothetische Kausalformeln eingehüllten, aus dem Zusammengesetzten gelösten Gedankengängen, deren Nachvollziehen sich dem Uneingeweihten und Fernerstehenden außerordentlich schwierig gestaltet, wenn nicht ganz dunkel bleibt. Trotz alledem ist es von Wesenheit sich bewusst zu machen, dass der Umgang mit derartigen Modellen, nebst der Denkschulung, zum guten Teil der didaktischen Vereinfachung dient, zumal um die wesentlichen ökonomischen Größen selbst, die gar nicht selten einer unmittelbaren Beobachtung entrückt sind, als auch deren mögliche Abhängigkeiten voneinander, von obenan säuberlich herauszukehren. Beispielsweise unterstellen so manche dieser Modelle – In Wahrheit jedoch undenkbar –, es bestehe unter Einschluss aller Marktbeteiligter ein "vollkommener Kapitalmarkt", "symmetrische Informationen" und zudem "homogene Erwartungen" (so z.B. beim CAPM). Dies aber würde buchstäblich genommen eine Gleichheit aller Menschen im Wirtschaftsleben erzeugen. Jeder Einzelne aus dem Kreis der Marktteilnehmer würde demnach gleich einem unbestimmten Durchschnittsmensch unterschiedslos über umfassende, völlig einheitliche Kenntnisse von Tatsachen, Theorien usw. verfügen (einheitlicher Wissensstand der Allwissenheit, "alle wissen, dass alle alles wissen"), was nicht minder von den gehegten Zukunftserwartungen gilt. Man merke wohl: Allen auf bloße vereinfachende Annahmen sich stützende (und somit noch nicht zu Ende gedachte) wirtschaftliche Gesetze mangelt es an erkenntnistheoretischer Deutung. In derselben Folgerichtigkeit ist es ihnen versagt, ihre endgültige Bestätigung durch die lebendige Wirklichkeit zu finden. Der positive Nutzen der auf diese Art gewonnenen theoretischen Erkenntnisse soll durch das vorhin Bemerkte in nichts geschmälert, herabgesetzt oder gar geringschätzig in Abrede gestellt werden. Die Vorgangsweise hat ihren tiefen, wohlberechtigten Sinn. Sie dient vor allem als Hilfsmittel des Denkens; denn verwickelte wirtschaftliche Erscheinungen in der Welt der Wirklichkeit lassen sich gar nicht selten nur auf einem von ihr losgetrennten Wege einer Lösung zuführen. Nur auf diese Weise lassen sich die zu untersuchenden Phänomene mit Bedacht erst auf ihre festgeprägten Einzelerscheinungen vereinfachen, um hernach unter dem Blickwinkel der Abstraktion gesetzmäßige Ursache-/Wirkungszusammenhänge ableiten (deduzieren) zu können. Fürderhin hat es der Forschende in seiner Macht, besondere Gesichtspunkte als auch ausgewählte Nebenumstände von Wesenheit schrittweise hinzuzunehmen, um die Modellaussagen auf einen mit den Erfahrungssachverhalten übereinstimmenden Boden zu wenden. Die Ergebnisse lassen sich daraufhin anhand der Wirklichkeit erneut auf die Probe stellen, bestätigen oder verwerfen.

 

Für welchen Anlagezeitraum soll ich mich entscheiden?

Obenan ist zwischen Handlungszeitraum und Planungszeitraum zu unterscheiden. Den Ausgangspunkt der Überlegungen bildet mit vernünftigem Grunde der Handlungszeitraum, der als solcher die gesamte Zeitspanne durchmisst, in der ein Wirtschafter Börsengeschäfte zu unternehmen gedenkt. Welche Zeitspanne der Handlungszeitraum im Einzelnen genau währt, hängt ab allein von den persönlichen Handlungsabsichten und kann darum von Person zu Person ganz unterschiedlich angeschlagen werden: Selbiger kann sich ebenso gut bis hin zu einem fest vordefinierten Zeitpunkt erstrecken, beispielsweise über die nächsten 25 Jahre oder etwa bis zum Erreichen des Rentenalters dauern usw., als auch unbestimmt bleiben und sich damit über die gesamte (ungewisse) Lebzeit ausbreiten.

Der Planungszeitraum nimmt die Zeitspanne in sich auf, für die detaillierte Einzelanlageentscheidungen beschlossen werden sollen. Er bestimmt damit die Halteperiode eines Investments. Handlungszeitraum und Planungszeitraum sind im Regelfall jedoch nicht von identischer zeitlicher Andauer. Wegen der mit zunehmender Zeitdauer ansteigenden Ungewissheit über die Zukunft und der damit steigenden Kosten der Informationsbeschaffung mag es sich beispielshalber nicht lohnen, den Planungszeitraum über die Frist eines Jahres hinaus auszudehnen. Der Planungszeitraum ist mithin meist kürzer als der Handlungszeitraum. Die Aufteilung des Handlungszeitraums in einzelne Planungszeiträume hat zur planmäßigen Folge, dass jeweils zu Beginn eines neuen Planungszeitraums ausreichende Finanzmittel parat stehen, die eine Fortführung der Geschäfte in laufender Folge ermöglichen.

Wie lässt sich die Länge einer einzelnen Planperiode nun bestimmen? – Der Planungshorizont wird hauptsächlich durch drei verschiedene Größen bestimmt:

1.) durch den Handlungszeitraum; dieser legt die obere Grenze des Planungszeitraums fest;

2.) durch das betreffende Investitionsobjekt: Wenn bspw. der Disponierende sein Geld in Anleihen mit sechsmonatiger Laufzeit festgeschrieben hat, folgt daraus, für sich betrachtet, eine Untergrenze des Planungszeitraums von eben sechs Monaten. Bei anderen Anlageformen wieder, so etwa bei Aktien oder Finanzderivaten, kann der Planungszeitraum durchaus (z.B. im Daytrading) auf einen einzigen Tag oder eines Bruchteils davon zusammenschmelzen.

Da es bei der Geldanlage angezeigt erscheint, die zur Verfügung stehenden Finanzmittel in gewissen Zeitintervallen auf eine Reihe verschiedener Anlageformen planmäßig zu verteilen, hat es durchaus Sinn, die Untergrenze der Planungsperiode der Abrechnungsperiode gleichzusetzen. Die Abrechnungsperiode stellt den Zeitraum dar, der durch zwei Zahlungszeitpunkte, einem Anfangs- und einem Endpunkt, begrenzt wird (z.B. Anschaffungsausgaben für einen Aktienkauf jetzt und Einnahmen aus dem Verkauf später) und innerhalb eines solchen voraussetzungsgemäß keine weiteren Zahlungen mehr anfallen.

3.) Durch die Möglichkeiten der Beschaffung und Auswertung von Auskunftsmitteln in Bezug auf das Anlageinstrumentarium der Wahl. Besitzen der Entscheider z.B. Wissensvorsprünge hinsichtlich einer ganz bestimmten Aktie, so wird die Dauer seines Planungszeitraums von der durch einen gewissen Zeitraum erwarteten Rendite abhängen, auf den sich die Nachrichten stützen. Der optimale Planungszeitraum wird sonach bestimmt, zum Ersten durch Art und Ausgestaltung der persönlichen Anlagemöglichkeiten, und zum Zweiten durch die verfügbaren und beschaffbaren zweckdienlichen Informationen.

Theoretisch müssten für optimale Investitionsentscheidungen die Preise einer jeden Geldanlage bis hin zum Planungshorizont richtig vorausbestimmt werden. Aus der Befristung der Kapitalbindungsdauer einzelner Anlagen und dem durch die Ungewissheit über die Zukunft bedingten Informationsrisiko folgt aber, dass der Planungszeitraum von Periode zu Periode unterschiedlich lang anzusetzen ist. Um das Informationsrisiko zu begrenzen, werden nach Ablauf einer Planperiode die Erkenntnisse einer jeden Periode unter Beobachtung der neuen Ausgangsbedingungen allesamt in die Planung für die nächste Periode einbezogen. Diese fortgesetzte, auch als "rollende" Planung bezeichnete Vorgehensweise hat sich allgemein bewährt und bildet den Stützpunkt für eine fachgemäße, gut überdachte Anlagestrategie.

 

Worauf ist bei der Anlageplanung besonders zu achten?

Um bei der Kapitalinvestierung nicht unbesehen das Wagen vor das Wägen zu stellen, bedarf es zu allem Anfang einer wohl durchdachten Geldanlageplanung. Bei der Aufstellung eines Plans solcherart ist besondere Acht darauf zu geben, dass Nachrichten und Auskunftsmittel von entscheidender Bedeutung für die Erreichung des Planungsziels so vollständig als irgend möglich zusammengetragen werden. Nur solche Nachrichten, die zuverlässigen Quellen entspringen, können unzweifelhaft stichhaltig und zutreffend sein. Unterrichten Sie sich darum vom Neuesten, bringen Sie die gesammelten Auskunftsmittel in einen vernunftgemäßen schlüssigen Sachzusammenhang und werten Sie überdies Ihr Erfahrungswissen aus. Hüten Sie sich bei der Untersuchung der Zusammenhänge vor Denkfehlern und logischen Schnitzern. Eine Vorsichtigkeitsregel besagt: Sobald der Hauch eines Zweifels aufkommt, lasse man die Hand davon. Halten Sie Fehlentscheidungen nach Möglichkeit im Zaume und vermeiden Sie insbesondere ein Handeln nach bloßem Wunschdenken.

Richten Sie Ihren Blick bei der Anlageplanung stets aufs Ganze. Beziehen Sie grundsätzlich alle denkbaren Zukunftsentwicklungen mit in Ihre Planung ein. Niemand will nachträglich eine missliebige Überraschung erleben. Kennen Sie Ihre Anlageziele und die zur Auswahl stehenden Anlageinstrumente. Suche Sie nur die Märkte auf, in die sie hineingeblickt haben und deren Ablauf Sie verstehen. Überdenken Sie Ihre persönlichen Fähigkeiten zur Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten für das Eintreffen von bestimmten Zukunftslagen und versuchen Sie nach Möglichkeit zu "erlernen", in welche Richtung der Markt sich bewegt. Beziehen Sie dabei Annahmen über das Verhalten anderer Marktbeteiligter wohlweislich mit in den Kalkül ein, indem Sie deren mögliche Einwirkung auf das Geschehen vorwegbedenken. Weder darf eine übermäßige Arbeitsbeanspruchung noch die Gemächlichkeitsliebe sei es bei der Beschaffung von Neuigkeiten oder hinterher bei der Auswertung der Ergebnisse als Entschuldigung für das Übersehen erkennbarer Vorgänge herhalten. Prüfen Sie das Endergebnis Ihrer Planungsarbeit zum Schluss nochmals auf das gründlichste, ehe Sie mit einer Order an den Markt treten. Kommt es hernach trotz alldem zu einem Versehen, so gestehen Sie sich dies rückhaltlos ein; denn wer in einen Fehler verfällt und seine Ursachen nicht umgehend abstellt, begeht bekanntlich einen zweiten Fehler.

Zu erwägen ist außerdem der Umstand, dass der finanzielle Erfolg einer jeden Anlageplanung entscheidend abhängen wird sowohl von der Güte der eingebrachten Prognosen als auch von der zutreffenden Beurteilung ihrer Folgen, und bestimmt nicht an letzter Stelle auch von der Raschheit in der Umsetzung der Entschlüsse in wirkliche Kauf- und Verkaufaufträge.

 

Welchen Stellenwert haben Börsennachrichten und Anlageempfehlungen bei der Informationssammlung?

Man tut gut, Kundgebungen und Äußerungen, die als Neuigkeiten unter das Volk gebracht oder als urkundlich erwiesen verkauft werden, mit nüchterner Zurückhaltung zu begegnen. Was der eine als sicher zu wissen vermeint und ausspricht, deckt sich häufig nicht mit dem, was ein anderer bei genau demselben Sachverhalt ein und desselben Zeitpunktes als gesicherte Tatsächlichkeit erklärt. Nachrichten werden wieder und wieder unbewusst unter dem Blickwinkel persönlicher Erfahrungen und Wertungen, wo nicht gar vermengt mit (zuweilen gefährlichem) "Halbwissen", verbreitet. In dieser Frage ist die Geistesgabe zur richtigen Einschätzung von vermeintlichen Tatsachen gefordert – eine Fähigkeit, deren Wert nicht hoch genug in Anschlag gebracht werden kann. Eine der gehaltvollsten Börsenregeln lautet füglich: Das Nichthereinfallen auf fadenscheinige oder gar in Täuschungsabsicht verbreitete "Anlageempfehlungen" aus zweifelhaften Quellen gehört zu den glücklichsten Verfahrensweisen, Vermögensschädigungen zu verhüten.

Allerdings reichen gesicherte Sachverhalte allein nicht aus, den möglichen Gang künftige Kurse mit wohlbegründeter Zuversicht gedanklich vorwegnehmen und beherrschen zu können. Hierzu bedarf es ferner eines ganzheitlichen Wissens über Tatsachen so wie über erklärende Theorien, zudem Kenntnisse von den Erwartungen und Anschauungen anderer Marktteilnehmer.

In diesem Zusammenhang sei die Bedeutung für das Markthandeln herausgestellt, die sich darin ausspricht zu ergründen, über welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen andere Markteilnehmer gegenwärtig verfügen; denn andere bilden aus dem, was sie als Wirklichkeit annehmen, ihre Erwartungen, und auf dieser Grundlage stützen sie wieder ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen. Im Verfolg eines aussichtsreichen Vorgehens an den Märkten wenden Handelsspekulanten ihre Bemühungen deshalb vorrangig daran, die Einschätzungen anderer vorwegzunehmen ("zu antizipieren"), um den Markt besser zu durchblicken, bevor sie greifbare Anlageentscheidung treffen.

 

Ich bin Unternehmer in einem börsenfremden Tätigkeitsbereich. Soll ich mich dennoch selber um meine täglichen Geldanlageentscheidungen kümmern?

Nein, Sie können nicht gleichzeitig Ihrem Erwerb als praktizierender Zahnarzt und als Trader nachgehen. Sich zugleich für Dinge zu begeistern, die nicht in Ihr Fach schlagen, führte über kurz oder lang nur dazu, sich an seinen allzu verschiedenen Aufgaben zu verzetteln. Dies gilt nicht zum wenigsten von einem Operieren an den Weltbörsen, sowie die Geschäfte nicht von Berufs wegen betrieben werden. Bündeln Sie stattdessen Ihr Geschick und Ihr Schaffen auf solche Aufgaben, die der Beruf mit sich bringt, und überlassen Sie das Tagesgeschäft an den Börsen lieber handelstechnisch begabten, im täglichen Geschäft eingebundenen Börsenhändlern Ihres Vertrauens. Die Inanspruchnahme der Dienste von sachkundigen Betreuern der Bank- und Brokerhäuser wie auch von anderen wohlgeübten Fachkennern empfiehlt sich allemal dann, solange Sie anderweitig viel beschäftigt oder aus allerlei Gründen selbst nicht zum Handeln genügend befähigt sind. Berufshändler und Spezialisten verfügen – so ist immerhin zu hoffen – über die nötigen Wissensvorsprünge wie gewöhnlich auch über mehr Geschick, was am Ende einem wohlverstandenen Eigennutz sehr zugute kommen mag.

 

Durch Kleinanzeigen, Telefonkontakte und im Internet habe ich erfahren, dass an den Börsen unglaubliche Gewinne innerhalb kürzester Zeit möglich sind. Ist so etwas seriös?

Um Geld aus den Taschen anderer Leute zu ziehen und dabei selber Kasse zu machen, gaukeln selbsternannte "Anlageberater" gern mit der Miene der Überlegenheit gutgläubigen Gemütern geradezu märchenhaft hohe Renditen vor, die sich angeblich mühelos mit allerlei (dubiosen) Steuersparmodellen, mit Versicherungen, "programmgesteuerten Verfahren des Börsenhandels", Warentermingeschäften, den exotischsten Aktien (Pennystocks und anderlei Papiere des ungeregelten Freiverkehrs), obskuren Zertifikaten oder mit sonstigen zweifelhaften Papieren verdienen lassen. Zwar erscheinen die darauf gewendeten beredten Versprechungen (hie und da umgarnt mit Blendwerk gelegentlicher Schmeicheleien und kernigen Sprüchen, vielleicht auch im Verein mit dem Heraufbeschwören von vermeintlichen Gefahren, dem Besorgen des Verpassens von einmaligen Gelegenheiten oder gar im hitzigen Eifer mit Überzeugungswut und dunklen Drohungen hervorgebracht) oft zunächst glaubhaft und verheißungsvoll, stellen sich im Nachhinein jedoch wiederholt als raffinierte Täuschungsmanöver heraus. Leider gibt es genug oft Unbesonnene, die in der Hoffnung auf das schnelle Geld den windigen Verführungskünsten und Schöntuerein jener zwielichtigen Gestalten aufsitzen und ihnen ihr Erspartes freimütig anvertrauen. Allein gar mancher, der blindlings der Lockung gefolgt und sein Geld aufs Spiel gesetzt hat, dessen Regeln er nicht ganz versteht, hat dadurch schon bald ein Vermögen durchgebracht. Steuerausweichhandlungen und Gewinnsucht sind zwar nur allzu menschliche Neigungen; jedoch wird der, der so blauäugig ist, solchen Vorgaukeleien – fast möchte man sagen Übertölplungsversuchen – in die Falle zu gehen, nichts ahnend ins nachhaltige finanzielle Verderben gelockt. Man tut wohl gut daran, angesichts eines derartigen Gebarens sofort stutzig und zweifelhaft zu werden. Das Klügste wäre es allemal, sich von der leutseligen Art, mit der diese sogenannten Anlageberater sich spreizen, nicht gefangennehmen zu lassen und stattdessen ihren finsteren Ränken von vornherein mit vorsichtiger Zurückhaltung und kühlem Misstrauen zu begegnen.

 

Ich habe an der Börse Geld verloren ("mich verspekuliert"). – Wie kann ich mir aufhelfen?

Es ist allzu selbstverständlich, dass sich das Vorgetane nachträglich nicht leicht mehr aus der Welt schaffen lässt. Die Auswirkungen eines verfehlten und durch die Wirklichkeit getäuschten Anlageentschlusses einer früheren Zeit, sobald einmal ins Werk gesetzt, lassen sich im Nachhinein nicht einfach wieder ungeschehen machen. Manch einer mag sich darüber grämen und um sein verlorenes Vermögen tief trauern. Doch selbst wenn die ersten Anläufe an den Börsen verfehlt oder wenig glücklich waren, sollte man, statt darum übermäßig bekümmert sein, den Mut nicht sinken lassen und vor allem seine Lehren daraus zu ziehen wissen. Die reine Erkenntnis über Ursachen eines jeden Zurückbleibens des Erreichten hinter dem ursprünglich Beabsichtigten ermöglichen ein Lernen aus der täglichen Lebenserfahrung. Die Belehrung durch traurige Erfahrung hilft damit vermeiden, abermals in den gleichen Fehler zu verfallen. Solcherart Fehlschläge dagegen, denen von niemand abzusehende, völlig unvorhersehbare Vorkommnisse ursächlich sind, lassen sich im tätigen Handel naturgemäß nie ganz fernhalten. Keiner kann in die Zukunft sehen. Vor Fehleinschätzung der Zukunft ist keiner gefeit! Selbst die behendsten, geübtesten, aufmerksamsten Händler straucheln zuweilen oder tappen daneben. Schlagen Geldanlagegeschäfte wahrhaft fehl, mag es hilfreich sein, sich die bei deren Umsetzung einmal gemachten und erkannten Fehler frank und frei einzugestehen und sich auf den nicht zu überhörenden Mahnruf zu besinnen "Sei wachsam!". Es verhilft dies Besserung und führt zu der Aussicht, verheißungsvolle Marktentwicklungen in Zukunft zu rechter Zeit zu erkennen und wahrzunehmen. Aus dem Ganzen der persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse lässt sich dann, so ist zum Mindesten zu hoffen, für die künftigen Geschäfte umso trefflicher Nutzen ziehen.

 

Was zeichnet einen erfolgreichen Investor aus?

Ein erfolgreicher Geldanleger zeichnet sich dadurch aus, dass er die überaus mannigfaltigen Zeichen des Marktgeschehens richtig zu deuten und umzumünzen weiß. Obendrein wird er anstellig und findig sein. Auf den Eintritt nicht vorhergesehener Marktverläufe wird er ebenso geistesgegenwärtig wie angemessen zu antworten verstehen. Zwar auch er ist nicht unfehlbar, doch er fehlt niemals von Grund aus. Seine Anlageentscheidungen stützt er zweckmäßigerweise auf zweierlei Grundpfeiler: einerseits auf die Verwertung allen bewährten Erfahrungswissens und andererseits auf Erkenntnisse bisher gut bestätigter, bewährter gestaltender Denkmuster, zumal wirtschaftlicher Art, sonst auf Lehren anderweitiger Wissensgebiete, wie z.B. die der Psychologie und anderer Sozialwissenschaften.

Das bewährte Erfahrungswissen kann durchaus vernunftwidrig in dem Sinne sein, dass Entscheidungen über Geldanlagen ohne Gelegenheit zur vernünftigen Vorbereitung aus dem Stegreif erfolgen, gleichwohl den gewünschten Erfolg zutage bringen. Gerade bei Anlageentscheidung, die unter Zeitdruck (bspw. in der Eile täglicher Geschäfte des "Daytrading") getroffen werden, können selten die Vor- und Nachteile aller Vorkommnisse auf angemessene Weise gegeneinander abgewogen werden. Es erfordert dies ohne Zweifel die Aufbringung eines gewissen Geschicks, das sich wohl selten anders als durch dauernd geübte sichere Kenntnis der Märkte gewinnen lässt. Wohlvermerkt: Auch ein noch so reiches Erfahrungswissen erübrigt das Ausarbeiten eines vernünftig durchdachten Anlageplans nicht!

 

Welche Hinweise und Ratschläge sind sonst noch beherzigenswert?

Halten Sie Ausschau nach Mitstreitern, die sich auf den Handel an den Börsen gründlich verstehen. Mit ihnen ein Bündnis einzugehen verheißt, mit vereinten Kräften das bestmögliche zu erreichen! Bringen also mehrere Fachkenner und Könner bei der Geldanlageplanung ihre Kenntnisse zu einem gemeinschaftlichen Werk zusammen, so verspricht das Bündeln der Wissensvorsprünge gar nicht selten vorzüglichere Anlageerfolge. Es hat dies neben der rein verstandesmäßigen Nutzwirkung einer Wissensspezialisierung einen wesentlichen materiellen Vorzug: Setzt nämlich ein größerer Personenkreis jeweils immer nur gewisse Teile seines Vermögens ein, so ermöglicht eine solche Vorgangsweise eine weit größere Zahl an Mischungen zwischen risikoärmeren und risikoreicheren Strategien, verglichen mit der zugänglichen Anlagevielfalt bei ganz alleinigem Handeln. Letzten Endes erleichtert dies die Verwirklichung jenes Ausmaßes an Risikoübernahme und Renditechance, das mit Ihrer persönlichen Risikoneigung am weitesten übereinstimmt.

 

Besondere Börsenfragen

 

Aufzählung

Wodurch wird ein Abschluss im Markt herbeigeführt?

 

Aufzählung

Heißt das, dass ich immer dann eine Aktie kaufen sollte, wenn ihr Börsenkurs unter meiner persönlichen Wertvorstellung liegt?

 

Aufzählung

Wie entstehen Börsenkurse?

 

Aufzählung

Folgen Börsenkurse einem "Zufallpfad" ("Random Walk")?

 

Aufzählung

Was lässt sich aus einem verwirklichten Börsenkurs tendenziell ersehen?

 

Aufzählung

Welche Bedeutung kommt der Liquidität eines Marktes zu?

 

Aufzählung

Was im Einzelnen zählt zu den Transaktionskosten?

 

Aufzählung

Was genau ist ein "market-maker"?

 

Aufzählung

Stimmt es, dass sich durch Arbitragegelegenheiten risikolos Gewinne erwirtschaften lassen?

 

Aufzählung

Ich bin ein Freund der "technischen Analyse" ("chart analysis") und bevorzuge deshalb Charts als Grundlage für meine Anlageentscheidungen. Lassen sich denn allein mit Hilfe der Charttechnik, von Zufallstreffern abgesehen, auf längere Sicht überhaupt überdurchschnittlich hohe Gewinne erreichen?

 

Aufzählung

Nun gibt es aber Spekulanten, die nachweislich nur mit Hilfe der technischen Analyse überdurchschnittliche Gewinne erzielt haben. Warum vermag Charttechnik dennoch nicht das zu leisten, was sie verspricht?

 

Aufzählung

Ist die Verwendung EDV-gestützter Börsensoftware zur Anlageplanung zu empfehlen?

 

Aufzählung

Was für einen Nutzen könnten Termingeschäfte für mich haben?

 

Aufzählung

Was sind Hedgegeschäfte, wer ist Hedger?

 

Aufzählung

Was ist der Unterschied zwischen einem Termingeschäft und einem Terminkontraktgeschäft?

 

Aufzählung

Immer wieder ist im Zusammenhang mit Termingeschäften von einem "Hebeleffekt" zu hören. Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Hebeleffekt"?

 

Aufzählung

Was sind Zertifikate?

 

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Wodurch wird ein Abschluss im Markt herbeigeführt?

Alle Geldgeschäfte, die in Aktien, Anleihen, Terminkontrakten, Optionen oder in den sonstigen Marktinstrumenten aus freier Hand abgeschlossen werden, setzen ein Doppeltes voraus: Einmal müssen die vertragschließenden Teile bei gegebenem Wissensstand des Zeitpunktes der Einlassung für sich in dem Geschäft einen persönlichen Vorteil sehen und zum anderen müssen Käufer und Verkäufer unterschiedliche bis gegensätzliche Erwartungen über den "wahren" inneren Wert* des betreffenden Handelsgegenstandes hegen; bei Aktienanlagen auf längerer Frist z.B. sind dies solche über künftig zu bekommende Dividenden, bei Veranlagung auf kurze Frist vor allem solche über den zukünftigen Veräußerungserlös, wobei der Verkaufstag heute meist noch unbekannt sein wird. Ungleiche Erwartungen auch bei gleichem öffentlich zugänglichen Wissen haben ihren Ursprung in der unterschiedlichen Auslegung dieses Wissens. So wird der Käufer einer Aktie entweder einen anderen Wissensstand haben als der Verkäufer, oder aber, beide gelangen im Falle gleichen Wissens zu ungleichen Markteinschätzungen. Ein flüssiger, fortgesetzter Handel an der Börse erfordert somit nicht nur verschiedene, sondern notwendig auch im Zeitablauf veränderliche Erwartungen.

[* Dieser wird häufig mit dem Namen "intrinsic value" belegt. Hierbei geht es um ein Denkkonstrukt, das vom Vorstellungsinhalt her dem (nicht beobachtbaren) Ertragswert aus der Investitionstheorie entspricht. Als Ertragswert bezeichnet man den in eine Summe zusammengefassten Wert aller künftigen Nutzleistungen aus dem fraglichen Marktinstrument.]

 

Heißt das, dass ich eine Aktie dann kaufen sollte, wenn ihr Börsenkurs unter meiner persönlichen Wertvorstellung liegt?

Grundsätzlich ist die Frage zu bejahen. Aktien werden an den Börsen durchgehend der Werteinschätzung unterzogen. Aktien werden von allen denen gekauft, die sie für unterwertig halten, wogegen sie von denen verkauft werden, die sie für überwertig halten. Senkt sich der Kursstand herab, so wird verdeckte Nachfrage zur wirksamen Nachfrage; steigt der Kursstand empor, so wird verdecktes Angebot zum wirksamen Angebot. Genauer gesprochen: Wenn und soweit es an einer einträglichen Alternativverwendung für das Anlage suchende Geld mangelt, ist es allemal ratsam, nach Maßgabe der persönlichen Werteinschätzung eine Aktie dem Portefeuille beizufügen, falls ihre technischen, fundamentalen und sonstigen Zukunftsaussichten einen baldigen Kursanstieg wahrscheinlich werden lassen. Die persönliche Preisgrenze für eine infrage stehende Aktie wird theoretisch bestimmt durch das Sicherheitsäquivalent der finanzmathematischen Barwerte aus dem Zahlungsstrom aller künftigen Einnahmen und Ausgaben, die sich aus dem Besitz der Aktie einspielen und in sich den einzelnen denkbaren Zukunftslagen verwirklichen können. Zu ihrer praktischen Ausmittlung ist jedoch sowohl die Kenntnis der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Renditen der Aktie als auch die der persönlichen Nutzenfunktion (sofern eine solche überhaupt existiert) des Entscheiders erforderlich. Zum Mindesten steht soviel fest: Auf Aktien, die zu hoch oder zu niedrig im Werte stehen, trifft man mit allgemeingültiger Tendenz umso häufiger, je weniger der an sich verfügbaren Nachrichten vollständig und richtig im Kurs ihren Widerschein gefunden haben ("eskomptiert sind"), was namentlich auf sog. informationsineffiziente Märkte im Verstande der Theorie zutreffen dürfte.

 

Wie entstehen Börsenkurse?

Verwirklichte Börsenkurse sind das Ergebnis der Bündelung und der Wechselbeziehung von Kauf- und Verkaufsentscheidungen Einzelner. Alle solche Einzelentscheidungen werden neben anderem angeregt von äußeren und inneren Kraftquellen, vor allem von der Kaufkraft, den Möglichkeiten einer alternativen Mittelverwendung sowie den Zukunftserwartungen. Zukunftserwartungen ihrerseits stützen sich insbesondere auf Prognosen, welche Einschätzungen andere Börsenteilnehmer über die künftige Kursentwicklung des jeweiligen Marktgegenstandes hegen. Sollte Wird etwa das Marktpublikum in gedanklicher Vorwegnahme der kommenden Kursentwicklung einen vorliegenden Börsenkurs als Fehleinschätzung des Marktes über den "wahren" (fairen) Wert ("intrinsic value") auffassen, so entsprießen hieraus konkrete Kauf- bzw. Verkaufshandlungen, verknüpft mit der Hoffnung, dass der Markt diese vermeintlichen Fehleinschätzung in naher Zukunft korrigieren und ihnen dadurch einen Gewinn bescheren werde. Sämtliche der in dieser Hoffnung verwirklichten Anlageentscheidungen stellt der Markt in der Folge anhand von Fakten auf die Probe, die ihm unbeirrt die Richtung weisen. Je nach tatsächlich eingeschlagenem Gang der Preise wird der Händler Gewinne oder Verluste zu realisieren haben. Gewinne und Verluste entstehen Geldanlegern demnach geradewegs aus ihren Einschätzungen der Marktlage, wobei die Einschätzungen sich nach ihrer Verwirklichung im Nachhinein entweder als richtig oder unzutreffend erweisen. So gesehen ändert sich der Zustand der Märkte fortlaufend, vergleichbar einem endlosen Strom von Wissensänderungen im unaufhörlichen Spiel und Widerspiel fortwährender Erwartungsanpassungen und darauf aufbauender Anlageentscheidungen. In diesem endlosen Strom von Wissensänderungen ist die unversiegbare Quelle auszumachen, woher, sowie in die Sprache des Marktes übersetzt, Investitionsgewinne oder -verluste ihren Ursprung nehmen.

Es sei nicht versäumt, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass in sog. "effizienten Märkten" im Sinne der Theorie grundsätzlich nur unverhoffte, unvorhergesehene, außerhalb des Gesichtsfeldes belegene Nachrichten eine spürbare Einwirkung auf den Lauf der Börsenkurse erkennen lassen. Erwartete Neuigkeiten haben sich mit regelmäßiger Sicherheit bereits in den vorliegenden Kursen niedergeschlagen, sie sind darin "eingepreist". Tendenziell gilt zudem der Satz: Mit steigender Unsicherheit am Markt nimmt die Volatilität (das Schwankungspotenzial) der Kurse zu.

Nicht zuletzt lässt sich an der Publizität des Preisgeschehens durch die Börsen gleichsam ein Signal ablesen, wo vorteilhafte Handelsmöglichkeiten einst bestanden haben oder künftighin denkbar sind. In "effizienten" Märkten, so lehrt es die Theorie ferner, wird das hierdurch angelockte Kapital im Wettbewerb stets in die ergiebigsten Investitiongelegenheiten fließen, im gleichen Zug das Preisgefüge festigen und so zu einer sinnvollen, da gemeinwohlfördernden Umverteilung knapper wirtschaftlicher Ressourcen beitragen.

 

Folgen Börsenkurse einem "Zufallpfad" ("Random Walk"*)?

Nein, eine wirklich regellose Abhängigkeit der Marktverhältnisse vom Zufall kann bestenfalls dann geltend gemacht werden, wenn zweifelsfrei keinerlei Ursache für eine in Rede stehende Änderung im Kurse eines Marktinstruments in dieser oder jener Richtung zu ergründen ist. Es darf also nicht deshalb schon von einer "zufälligen Kursbewegung" gesprochen werden, wenn erkennbare ökonomische Ursachen benannt, diese aber in ihrem Zusammenwirken und Einschlag auf den Kursbildungsprozess nicht zu durchschauen verstanden werden ("aleatorische Komponente"). Selbst dann, wenn die äußeren Gründe für eine infrage stehende Kursbewegung ganz im Dunkel bleiben, ist es sehr wahrscheinlich, dass die nämliche die Folge der Wiederkehr gewisser innerer Gründe ist. So werden mit einiger Gewissheit Begleitumstände des wirtschaftspolitischen Umfeldes, wie beispielshalber Wachstumsraten und Konjunkturzyklen, die Geldpolitik oder die Ausstattung der Wirtschaft mit finanziellen Mitteln, fernerhin auch physisch-psychisch vorzufindende Verbraucherpräferenzen auf dem angehenden Geschäftsfeld, Hoffnungen und Befürchtungen – also die "Stimmungen und Strömungen an der Börse" – sowie sonstige Fremdereignisse, zu einem gewissen Grade einen Einfluss auf die Bildung von Börsenkursen ausüben. Ob beziehungsweise dass der gewesene Kursverlauf einer Aktie, Währung, Ware usw. dem Augenschein nach einem pfadlosen Zufallslauf gleicht (und womöglich auch in Zukunft gleichen wird), steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt. Diese Frage betrifft einen Forschungsgegenstand, mit dem sich insbesondere die Theorie des Random Walk eingehend auseinanderzusetzen liebt.

[* Die Entstehungszeit der Random Walk-Hypothese lässt sich zurückführen auf das Jahr 1900; und zwar geht sie auf das Werk ihres Urhebers Louis Bacheliers "Théorie de la Spéculation" zurück, worin er die Bewegung der Kurse an der Pariser Börse untersuchte. Aus finanzierungstheoretischer Sicht versteht man in Gelehrtenkreisen heutigentags allgemein unter "Random Walk", und zwar stets in Bezug auf einen ganz bestimmten künftigen Zeitpunkt, dass für jeden beliebigen Kurs der Gegenwart die Wahrscheinlichkeit für einen Kursanstieg um einen beliebigen Prozentsatz sich immerfort gleichstellt der Wahrscheinlichkeit für einen Kursrückgang in dem gleichen Verhältnis. Aufeinander folgende Kursänderungen sind sonach voneinander stochastisch unabhängig. Von den Varianten des "Random Walk-Modells in seiner strengen Form verdienen Erwähnung erstens, das weniger restriktive "Martingale-Modell", das keine Annahme zur Wahrscheinlichkeitsverteilung unterstellt, und zweitens das restriktivere Modell eines "Wiener Prozess" (benannt nach dem Mathematiker Norbert Wiener), das auch als "Brown'sches Modell" bezeichnet wird.]

 

Was lässt sich aus einem verwirklichten Börsenkurs (tendenziell) ersehen?

Durch verwirklichte Börsenkurse erfährt der Börsenkundige auf einen Blick, auf welchen augenblicklichen Wert andere Marktteilnehmer eine Aktie, Anleihe, Währung oder dergleichen schätzen und veranschlagen. Börsenkurse als erfahrungsmäßige Markterscheinung, die auf reibungslos arbeitenden ("effizienten") Märkten ausgehandelt und festgestellt werden, legen Wissen offen und werten Erkenntnisse aus, über die in deren Gesamtheit der einzelne Marktmensch unmöglich verfügen kann. In musterhafter Weise, d.h. nur im theoretischen Fall eines "Marktgleichgewichts" und unter, wie man sich ausdrückt, Informationseffizienz, spiegelt der Börsenkurs eines jeden Zeitpunktes den Kenntnisstand und die gesamten Erwartungen der einzelnen Marktteilnehmer über die zukünftige Wertentwicklung des fraglichen Marktgegenstandes treu und unmittelbar wider.

Ein heute an der Börse verwirklichter Kurs lässt sich mitunter als Signal für den folgenden Handel deuten, indem der heute registrierte Kurs sonst weit verstreutes Wissen nutzbar macht. Zur Verdeutlichung, worauf die Signalfunktion von Preisen anspielt, mag ein arg vereinfachtes Illustrationsbeispiel für Geld- und Briefkurse ("bid"- und "ask-prices") angeführt sein: Die Beobachtung etwa, dass einer soeben eine Aktie für 20€ zu verkaufen gewillt war, sich hierfür aber keine Gegenpartei eines Käufer fand, erhöht die Wahrscheinlichkeit, daraufhin für 20€ oder billiger kaufen zu können im Vergleich mit einer Marktlage, wo das gesamte Angebot hätte schnellstens für 20€ das Stück umgesetzt werden können.

Schließlich sei der Hinweis ausgesprochen, dass nicht notwendigerweise jeder einzelne Börsenkurs ein hinreichend zuverlässiges Signal wird liefern können. So wird auf wahrhaftigen, d.i. unvollkommenen, von Unsicherheit geprägten Märkten z.B. niemand befähigt sein, den "wahren" inneren Wert einer Aktie mit hinreichender Bestimmtheit anzugeben.

[Anmerkung: Ein laufender Börsenkurs spiegelt nur unter sehr engen Modellannahmen den "wahren" inneren Wert eines in Untersuchung stehenden Wertpapiers wieder: nämlich unter Informationseffizienz, bei einheitlichem Wissensstand aller Marktteilnehmer, identischen Präferenzen rücksichtlich des Anlagezeitraums sowie unter Risikoneutralität.]

 

Welche Bedeutung kommt der Liquidität eines Marktes zu?

Unter Liquidität wird im Marktzusammenhang nicht die Zahlungsfähigkeit einzelner Marktteilnehmer (= Bonität), sondern eigens der Tatbestand verstanden, dass bei alles in allem geringen Handelskosten jedes zusätzliche Angebot auf dem Markt laufend und zur Gänze abgenommen geradeso wie jede zusätzliche Nachfrage laufend und zur Gänze befriedigt werden kann, ohne bei alledem in unabsehbarer Weise allzu stürmische Kursschwankungen auszulösen ("Sensitivität" des Preises, Ausbleiben eines "market impact"). Durch die Beschaffenheit eines liquide gestellten Marktes wird es – auch bei sehr umfangreichem Geschäftsgang Einzelner – keinem Markthändler gelingen, einen spürbaren Einfluss auf die Bewegungsrichtung des Marktpreises auszuüben (Mengenanpasser, "price taker"). Ein liquider Markt geht im Allgemeinen einher mit einer vergleichsweise eng begrenzten Kurs-Schwankungsbreite (Volatilität), auch und gerade bei ausnehmend hohem Tauschverkehr ("volume").

Von vorstehendem Liquiditätsbegriff, der sich zugleich als Qualitätsmaßstab eines Börsenplatzes begreifen lässt, ist die absolute Liquidität (Liquidierbarkeit, Geldnähe) eines Vermögensgegenstandes zu unterscheiden: Ein Vermögensgegenstand ("asset") gilt in diesem Sinne für liquide, sofern es dem Investor möglich ist, das darin beschäftigte Geldkapital jederzeit in einer von ihm erwünschten Frist zu einem fairen Preis wieder frei zu machen ("zu versilbern", "zu verflüssigen").

Der Liquiditätsgrad eines Marktes hängt entschieden von der Zahl wie auch der Heterogenität der Handelsabsichten seiner Teilnehmer ab (= Marktbreite): Je größer die Kopfzahl ist, beziehungsweise je unterschiedlicher die Beweggründe und Anlässe der Marktbeteiligten für den Handelsverkehr mit dem infrage stehenden Marktgegenstand sind, desto enger werden die einzelnen Geld- zu Brief-Kurse beieinander liegen, und umso schneller, einfacher und zuverlässiger lassen sich i.d.R. damit selbst umfangreichere Orders gut annähernd zum letztgehandelten oder zu damit übereinstimmenden Kursen ausführen (= Markttiefe). An manchen Börsenplätzen stärken sogenannte "market-maker" die Liquidität eines Marktes, indem sie während der Abhaltungszeit laufend Preise stellen, zu denen sie in Eigengeschäften jeweils zu kaufen oder zu verkaufen bereit sind. Ein gebräuchliches Maß für die Liquidität eines Marktes stellt neben den tatsächlichen Umsatzzahlen ("volume") die Marktspanne in Form einer Geld/Brief-Spanne ("bid/ask spread") dar. Im Allgemeinen erhöht sich der Liquiditätsgrad eines Marktes in dem Maße, wie sich die auf ihm hervorgebrachten Geld- und Brief-Kurse enger stellen. Nur auf liquiden Märkten lassen sich Anpassungsentscheidungen an neu eintreffende Marktnachrichten durch darauf abgestimmte Käufe und Verkäufe blitzschnell und ohne Reibungsverluste umsetzen ("market immediacy").

Eine ganz wesentliche Bestimmungsgröße für einen liquiden Markt ist grundsätzlich in der Höhe der Transaktionskosten belegen. Hohe Liquidität steht im regelmäßigen Verlauf in enger Wechselbeziehung zu niedrigen Transaktionskosten. Außerdem erhöhen geringe Transaktionskosten üblicherweise den Zustrom und damit in gerader Linie auch die Liquidität eines Marktes – und zwar für Geldanleger, Absicherer (Hedger) und Arbitragehändler gleichermaßen. Die Liquiditätsverhältnisse an den Bar- und Terminmärkten sind oftmals unterschiedlich verteilt. Die Liquidität in den Futures-Märkten etwa überragt zumeist die ihrer Spotmärkte um ein Vielfaches.

 

Was im Einzelnen zählt zu den Transaktionskosten (Was sind "Kosten des Börsenhandels")?

Als Transaktionskosten schlechthin bezeichnet man die in eine Summe zusammengezogen Kosten eines Börsenengeschäfts, die im großen Zusammenhang insgesamt mit Verkehrsvorgängen auf dem Finanzmarkt zur Entstehung kommen. Diese sollten aus leicht begreiflichen Gründen von allen Seiten so gering wie nur irgend möglich gehalten werden. Dies Postulat ist nicht allein für den einzelnen Händler von außerordentlicher Wichtigkeit für den langfristigen Erfolg seiner Geschäftstätigkeit, sondern, neben anderem, auch eine notwendige Voraussetzung für einen funktionstüchtigen, liquiden Finanzmarkt selbst. Unmittelbar einleuchtend erscheint dies insofern, als Transaktionskosten die eingebrachten Gewinne schmälern bzw. die anfallenden Verluste vermehren. Um überhaupt einen Gewinn zu machen, müssen die mit jedem Handel verbundenen Transaktionskosten offenbar zunächst erst wieder eingebracht werden. Überdies wirken Kosten des Markthandels störend insofern sie die für ein richtiges Arbeiten der Märkte nötige ungesäumte Informationsverarbeitung verteuern. Wie leicht einzusehen, können allzu hohe Transaktionskosten der Durchschlagskraft des Marktmechanismus ganz beträchtlich Abbruch tun.

Die Transaktionskosten eines Marktes sind ein wichtiger Maßstab seines Organisationsgrades. Zu den Transaktionskosten gehören grundsätzlich sämtliche der durch ein Handelsgeschäft an der Börse verursachten Kosten. Hierzu zählen im Einzelnen: Kosten für die Anbahnung und den Marktzutritt (z.B. Informations- und Telefonkosten, Online-Gebühren für Standleitungen usw.), Kosten der Überwachung der Positionen ("monitoring costs"), Makler-, Börsen- und Clearingprovisionen, Kommissionen, Depotgebühren sowie Ausführungskosten in Form von Geld-/Brief-Spannen ("bid-/ask-spreads") und "price-impacts", Opportunitätskosten aus entgangenen Zinseinnahmen, ggf. Kosten für eine Wertpapierleihe, "up-tick"-Regelungen bei Wertpapierleergeschäften oder Andienungsgebühren bei Futures- bzw. Forwardgeschäften und nicht zuletzt allgemeine Such- und Entscheidungsfindungskosten für Börsengeschäfte. In dem Grade, als die Transaktionskosten sinken, steigt der Organisationsgrad des Marktes.

Die vorstehende Auflistung deutet bereits darauf, dass die tatsächliche Zuordnung einzelner Kostenbestandteile im einzelnen Anwendungsfall auf allerlei Schwierigkeiten stoßen kann. Durch eine zweckmäßige Scheidung der Transaktionskosten in explizite und implizite Kosten lässt sich diese Erschwerung wenigstens zum Teil beheben: "Explizite Transaktionskosten" pflegen solche Handelskosten genannt zu werden, die einem Handelsgeschäft a priori und auf gerader Linie zugerechnet werden können. "Implizite Transaktionskosten" lassen sich dagegen erst im Nachhinein und dann oftmals nur in Bausch und Bogen zuschlagen. Der auf den Kopf genaue Belauf der gesamten (Ex-post-) Transaktionskosten einer Markthandlung hängt nicht unwesentlich ab 1.) von der Art des jeweiligen Verkehrsgegenstandes, 2.) dem sog. Grad der Markteffizienz als 3.) auch von der Ausgangslage und 4.) der Marktstellung des betreffenden Geldanlegers oder Händlers.

Aller Mühseligkeiten zum Trotz, die ihre möglichst bestimmte Ausmittlung je in einem einzelnen Fall auflegen mögen, ist es dennoch tunlich, Transaktionskosten über die Annahme durchschnittlicher Kostensätze antizipando in die Investitionsplanung einfließen zu lassen. Die erwartete Rendite einer Investition ergibt sich, nach Abrechnung der Transaktionskosten, alsdann im Ausdruck der Nettorendite.

 

Was genau ist ein "market-maker"?

Mit dem englischen Gesamtnamen des Market-Maker (engl. auch "Designated Sponsors" oder "Market Experts" genannt) werden im Bank- und Börsenwesen besondere, an wohlgeordneten (organisierten) Sekundärmärkten anzutreffende ständig ansprechbare Marktteilnehmer (Makler) belegt. Die Träger dieser Benennung stehen in erster Reihe in einer Ausgleichfunktion zwischen Angebot und Nachfrage. In der Stellung eines Kursmaklers (Handelsmakler) an der Börse geben sie während der Abhaltungszeiten für die ihnen zugewiesenen und von ihnen betreuten Werte (Aktien, Obligationen, Devisen u.dgl.m.) von sich aus fortwährend oder nur auf Anfrage verbindlich gestellte Kauf- (Geldkurs, "bid") bzw. Verkaufspreise (Briefkurs, "ask", "offered"), entweder einseitig oder in Form zusammengepaarter Kauf- und Verkaufgebote, öffentlich bekannt, sodass diese auf Verlangen von anderen Marktteilnehmern – Kauf- und Verkaufslustige gleichermaßen – geschäftsmäßig verwertet werden können. Der angerufene Market-Maker nimmt sodann für den Verkäufer die Stellung des Käufers gleichwie für den Käufer die des Verkäufers ein, allerdings im Falle der beidseitigen Kursstellung jedes Mal in der Ungewissheit, ob er bei dem Geschäft als Käufer oder Verkäufer auftreten wird. Market-Maker erfüllen ihren Daseinszweck ebenso wohl in einem herkömmlichen Auktionsmarkt mit Rufhandel als inmitten eines elektronischen Netzes verlaufenden Handelsverkehrs des Börsenbetriebs. Die von ihnen ausgehenden Kursnennungen für ein benanntes Marktinstrument, die beide Seiten – sowohl den "bid"- als auch den "ask"-Kurs – mit einschließen, werden als Quotationen (Quotierungen, Kotierung, "quotes") bezeichnet. Der Kursmakler betätigt sich also gleichzeitig als Anbieter und Nachfrager im Markt und wird in Ausübung dieser seiner Aufgabe als "market-maker", "(broker)-dealer", an der NYSE Euronext als "specialist", im deutschen Sprachraum auch als "Betreuer", oder salopp als "Marktmacher" bezeichnet.

Wann immer Market-Maker ihre Quotationen stellen, fassen sie diese zunächst und vor allem nach der dann gerade herrschenden Auftragslage ab. Darüber hinaus können sich Quotationen, je nach Amt des Market-Maker und nach den Freiheitsgraden, die er im Markt für sich beanspruchen kann, zum Teil auch auf seine eigenen Prognosen über die künftige Preisentwicklung im betreffenden Markt stützen. Zwar darf ein "market-maker" die von ihm aufgestellten Quotes bei fortlaufender Notierung und fortlaufenden Abschlüssen an sich nach Belieben ändern; er hat indes gemeinhin die Verpflichtung, auf Anforderung anderer Marktteilnehmer ("quote request") – zumindest für ein festgesetztes Mindestvolumen, gewöhnlich aber nur bis zu einem vorgegebenen Maximalbetrag – über einen festgelegten Zeitraum ("Mindesthaltefrist") zu den genannten Preissätzen (den "quotes") auf eigene Rechnung zu kaufen resp. zu verkaufen (Kontrahierungszwang; "quote driven market"). Seine Vergütung für die Leistungsabgabe "jederzeitige Handelsbereitschaft ('immediacy')" und das durch Schaffung offener Posten damit auf sich genommene Risiko sucht und findet der "market-maker" zum guten Teile darin, dass er von einer Seite billig nimmt und nach anderer Seite teuer gibt, d.h. in der Spanne zwischen Geld- und Briefkurs ("Preisspreizung", "bid-/ask-spread", "markup"). Dieser Gesichtspunkt hebt ihn von einem Broker ab, dessen Hauptaufgabe wieder darin besteht, bloß zwischen den Marktparteien Geschäfte zu vermitteln, wofür er im Gegenzug eine Vergütung in Form der Kommission in Anspruch nehmen darf. Market-Makern werden nicht selten Vergünstigungen und Anreize zur Übernahme einer Market-Maker-Funktion in Aussicht gestellt. Diese bestehen i. d. R. in einem Anspruch auf ermäßigte Börsenspesen, der völligen Erstattung von Handelskosten oder auch nur eines teils der Kosten als auch in einem umfassenderen Zugriff auf nützliche Besonderheiten des Handelssystems einer Börse.

Mitunter werden den Market-Makern im Maklerwesen überdies erweiterte Handlungsmöglichkeiten eingeräumt: So werden ihnen unter bestimmten Marktmodellen in bestimmten Märkten Spekulationen ("Selbsteintritt") in eigener Regie mit Absicht ermöglicht, oder aber kann es sein, dass sie sowohl als "market-maker" als auch fallweise im Auftrage von Kunden als Broker tätig werden. Market-Maker dieses Schlags werden "broker-dealers" oder, seltener, auch "dual capacity traders" genannt.

Die Hauptaufgabe eines jeden Market-Maker besteht darin, die Liquidität des betreffenden Marktes zu befördern sowie dessen Transparenz aufzubessern, indem er darauf hinwirkt, als Konterpart anderer Marktteilnehmer durch öffentliche, jederzeitige Transaktionsbereitschaft einen stabilen, beständigen Handel in dem Handelsinstrument zu gewährleisten, dessen er sich angenommen hat ("Marktpflege"; "qualified liquidity provider"). Da gemeinhin die hierbei notwendig zur Entstehung kommenden und daraufhin offen bleibenden Posten einer alsbaldigen Deckung (Eindeckung, Hedging) bedürfen, liegt es in der Natur der Sache, dass "market-maker" in erster Linie die Stellung eines Hedgers oder eines Arbitragehändlers versehen, denn die eines Spekulanten.

 

Stimmt es, dass sich durch Arbitragegelegenheiten risikolos Gewinne erwirtschaften lassen?

Nein, Arbitragevorgänge der Wirklichkeit sind vom Fluss der Zeit untrennbar. Mit dessen Dasein sind sie unzweifelhaft von selbst dem Risiko ausgesetzt (Arbitragespekulation). Einmal entdeckt und eingeleitet spielt sich eine Arbitrage bei der Verwirklichung untrüglich nicht bloß in einem einzigen logischen Zeitpunkte ab – eine vollkommene Gleichzeitigkeit gibt es nicht –, sondern prägt sich in Wahrheit aus als eine im Ablauf der Zeit beobachtbare, in sich geschlossene Handlungsabfolge. Man pflegt diejenigen Marktteilnehmer, die sich darauf verlegt haben, auf verschiedenen Märkten gleichzeitig Umschau zu halten nach bestehenden Preisungleichmäßigkeiten ("Anomalien") zwischen den sich darbietenden Kaufpreis-Obergrenzen und Verkaufspreis-Untergrenzen eines Marktinstruments ein und derselben Gattung (Handlungsalternativen), von denen es lohnt, sie zum Zwecke der Gewinnerzielung mit einem Schlag auszunützen (Differenzarbitrage), als Arbitrageurs ("arbitragers") zu benennen. Neben der nötigen Achtsamkeit und Sachkenntnis ist die technische Voraussetzungsgrundlage für ein zielsicheres Aufdecken von offenstehenden Arbitragefenstern samt deren unverzüglicher Ausnützung ein unmittelbarer, ungestörter Zugang auf kürzester Linie nah des Marktes durch eine blitzschnelle sich selbst steuernde Handelseinrichtung.

Die Umsetzung einer Arbitrage erfordert im Handelsleben zum Mindesten zwei gesonderte Geschäftsabschlüsse. Der Arbitrageur kauft (vorwiegend im großen Maßstab von vergleichsweise nominell hohen Handelsvolumina) das billigere Instrument womöglich bei zeitgleichem (nur theoretisch denkbarem simultanem, uno actu!) Verkauf des teureren, und zwar ohne dass hernach in der Gesamtbilanz nennenswerte Nettoausgaben auf seine Rechnung gehen. Verläuft alles dem Vorhaben gemäß, erhält er davon als Resultierendes gleichsam ein sich selbst finanzierendes Portfolio, das einen der Gewissheit ganz nahekommenden Reinertrag erwarten lässt. Nebenumstände, wie persönliche Risikoneigungen, mathematische Erwartungswerte der Renditen oder Zeitpräferenzen des Entscheiders, sind für die den Arbitragehandlungen voraufgehenden Überlegungen beinahe immer ganz ohne Belang. Die eingeheimste Summe, die sich als finanzielles Ergebnis aus einer musterhaft durchgeführten Arbitrage ergibt, beziffert sich allemal nach dem verwirklichten Unterschied (Marge) im Preise beider Instrumente, gewendet auf den Aufhebungszeitpunkt des Geschäfts.

Sieht man indes genauer zu, so klafft zwischen der Entschließung zur Durchführung der Arbitrage und ihrer wahrhaftigen Umsetzung auf den Märkten eine zeitliche Lücke: Der Arbitragist handelt, auch wenn die Handlungszeitpunkte noch so nahe aneinandergerückt sind, nur fast zur gleichen Zeit auf verschiedenen Marktplätzen (= interlokale und intertemporale Preisausgleichung). Die Zeitspanne aber, die eine jede Arbitrage notwendig ausfüllt, ist unabweisbar mit Zufallsereignissen durchsetzt; folgerecht werden angestrebte (erwartete) Arbitragegewinne stets auch unsichere sein. Überdies müssen bei jeder wirklichen Umsetzung einer Arbitrage immerzu allfällige Handelsspesen eingerechnet und auch getragen werden (Arbitragekosten; Transaktionskosten), womit aus sich heraus jeder in Aussicht genommene Arbitrageertrag von Anfang bis zu Ende fraglich wird. Nach dem Gesagten ist das eine sofort einleuchtend: dass allein rein "akademische Arbitragen" gänzlich risikolos sein können.

Der Arbitrage wird im Allgemeinen eine wichtige ökonomische Aufgabe bei der Herbeiführung "fairer" und angemessener Preise zugeschrieben: So wird wiederholt die Anwesenheit einer stattlichen Zahl von Arbitrageuren, die mit wachsamem Auge zur Durchführung von Arbitragen immerzu bereit stehen und die aus ihren höchst eigennützigen Bestrebungen das Marktgeschehen mit größtem Eifer pausenlos zu verfolgen wissen (wie es die unermüdlichen Handelsmannschaften von Hedge- und Investmentfonds, Banken und Versicherungen usw. zu tun lieben), als eine unabdingbare Voraussetzung genannt für die Verwirklichung einer erfahrungsgemäßen Grundausrichtung zu einem arbitrage-freien Gleichgewicht ("fair value") zwischen Termin- und Kassamarkt ("Zeitarbitrage"). Der durch eine einmal erkannte Arbitragegelegenheit ausgelöste Ausgleichungsablauf hin zu einem Gleichgewicht vollzieht sich nun allgemein in der Weise, dass jeder über den gleichgewichtigen genug weit emporsteigende Marktpreis durch Abstrom von Finanzmitteln wieder auf das Richtmaß des vollkommenen Ruhepunkts herabgedrückt, jeder unterhalb diesen genug weit abfallende durch Zustrom von Finanzmitteln wieder darauf emporgehoben wird (Gesetz der Gewinnausgleichung). Der vordem sich vorfindenden Kluft zwischen dem Marktpreis und seinem Richtstand ist keine Dauer beschieden, sie wird durch die nivellierende Kraft der Arbitrage sogleich wieder getilgt.

Von der eben erörterten zeitlichen und örtlichen Arbitrage mit aller Strenge zu trennen ist der Begriff der "Risikoarbitrage", die oft auch mit dem technischen Namen der "merger arbitrage" benannt ist: Auf Risikoarbitrage trifft man häufig und gern z.B. im Zusammenhang mit Unternehmungsübernahmeversuchen, die durch Aufkäufe von Aktien der angehenden Gesellschaft unternommen werden. Die das Differenzspiel betreibenden Risiko-Arbitrageurs erwerben Aktien der zu übernehmenden Unternehmung, während sie (fast) gleichzeitig Aktien der aufkaufenden Unternehmung (leer-)verkaufen. (Einen noch gänzlich anderen Begriffsinhalt erfährt der Arbitragebegriff im deutschen Handelsrecht: Darnach geht es um Vereinbarungen vor einem Schiedsgericht ("arbitration"). Die Mitglieder von Börsen sind übrigens ebenso wie Broker i. d. R. verpflichtet, Streitigkeiten vor einem solchen Schiedsgericht auszutragen und beizulegen.)

Arbitrage (aus lateinischem arbitrium, »die Entscheidung«, »das Gutachten«, wie auch aus franz. arbitrer, »entscheiden«, »urteilen«, »Wert abschätzen«) beruht im Gesamtzusammenhang auf dem großen "Gesetz der Unterschiedslosigkeit der Preise" ("Law of One Price"), das für ökonomisch gleichwertige Handlungsalternativen Preise von allenthalben gleicher Höhe postuliert. Eben dieser Richtsatz bildet überdies eine Grundsäule der wirtschaftlichen Werttheorie. Lohnenswerte Arbitragegelegenheiten setzen als ein wesenbestimmendes Merkmal die Beobachtung von "Ungleichgewichtskursen" voraus, die ihrerseits wieder in aller Regel auf Uneinheitlichkeit des Wissenstandes unter den Marktteilnehmern zurückgehen. Allein auf wahrhaftigen Märkten sind solcherart beständige Preisungleichgewichte von gesichertem Erfolg ("free lunch"-Situationen) offenbar keiner langen Dauer fähig, käme dies tatsächlich doch dem Dasein einer Geldmaschine ("money machine") gleich. Marktvorkommnisse einer Gewinn verheißenden Arbitrage dürften sich demnach in Wirklichkeit allenfalls vereinzelt und vorübergehend einstellen. Dies aber lehrt, dass Erfolg versprechende Arbitragegelegenheiten letzten Endes immer nur auf und zwischen sogenannten ineffizienten Märkten im Sinne der Kapitalmarktgleichgewichtstheorie möglich sein können; denn das Eine ist gewiss: Solange auf einem Markte noch Spielraum für gewinnträchtige Arbitragemöglichkeiten verbleibt, wird er sich kaum je in einem Gleichgewichtszustand befinden.

 

Ich bin ein Freund der "technischen Analyse" ("chart analysis") und bevorzuge deshalb Charts als Grundlage für meine Anlageentscheidungen. Lassen sich denn allein mit Hilfe der Charttechnik, von Zufallstreffern abgesehen, auf längere Sicht überhaupt überdurchschnittliche Gewinne erreichen?

Nein. Hinter sämtlichen Analysen und Methoden der Markt- und "Charttechnik" mit ihren zahllosen mathematisch-statistischen Kennzahlen steckt nicht mehr als allein der Schein und Glaube, von Beobachtungen vermeintlicher Preisregelmäßigkeiten der Vergangenheit voraussehend auf die Zukunft schließen zu können. Ohne erkenntnistheoretischen Begründungszusammenhang ist dieser Glaube aber nichts als barer Aberglaube. Das Genauere darüber siehe Thema 14: Kritik der Charttechnik.

 

Ist die Verwendung EDV-gestützter Börsensoftware zur Anlageplanung zu empfehlen?

Computer-gestützte Software zur börslichen Anlageplanung erleichtert zwar die graphische Darstellung und Übersichtlichkeit von Börsenkursen, vermag letztlich aber nicht um ein Deut mehr zu leisten, als die bereits vorliegenden Informationen stilgerecht aufzubereiten, die ohnehin schon durch verwirklichte (Ex-post-)Kurse vorhanden sind. Im Übrigen verliert in Bezug auf die Anlageplanung unterstützende Börsensoftware das vorstehend zur "Charttechnik" Skizzierte kein Jota an Geltung. Das Nähere darüber siehe Thema 14: Kritik der Charttechnik.

 

Was für einen Nutzen könnten Termingeschäfte für mich haben?

Unter einem Termingeschäft ("forward contract") versteht man ein Zeitgeschäft schuldrechtlicher Natur, das in der aktuellen Gegenwart des Vertragsschlusses eine Anwartschaft auf ein in einer künftigen Gegenwart zu erbringendes Rechtsgeschäft begründet (Vertrag über "Verträge" eines ferneren Tages). Ein solches zeigt sich in seiner Art immerhin verschieden von den Bargeschäften*, die ihrer Wesensbeschaffenheit gemäß sogleich mit ihrem Zustandekommen in der Jetztzeit zu erledigen sind. So werden übereinstimmend alle diejenigen Zeitgeschäfte, deren gemeinsame Wurzel der Sachverhalt ist, dass Vertragsschluss (= Verpflichtungsgeschäft) und Erfüllung durch Vollzug eines darauf gerichteten Handelsgeschäftes – das ist i. d. R. ein Kauf-, Tausch- oder Kreditgeschäft – in zwei oder mehr wesentlich verschiedene Zeitschichten einzuweisen sind, unter dem technischen Namen Termingeschäft zusammengefasst. Der Schlüsselgedanke, der sich um alle Formen von Termingeschäften rankt, ist mithin der, dass das zeitlich kausale Nacheinander von wechselseitiger Einwilligung in die Vertragsverpflichtungen und Erfüllung derselben zum anvisierten Termin um eine gewisse Spanne Zeit von gemeinhin mehreren Tagen, meist aber um Wochen oder vielleicht sogar um Monate auseinandergelegen ist.

[* Termingeschäfte distinguieren sich damit nicht nur streng von Bargeschäften, sondern auch von gewöhnlichen Kreditgeschäften. Bei Ersteren vollzieht sich der Leistungsaustausch nahezu synchron im Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses. Bezeichnend für Letztere dagegen ist, dass die Leistung der einen Partei, die des Gläubigers, in die Gegenwart, die Gegenleistung(en) der anderen, des Schuldners, in die Zukunft fällt (fallen).]

Termingeschäfte zeichnen sich im ökonomisch-technischen Sinne erkennbar durch eine ungemeine Vielseitigkeit aus, als sie zweckorientiert in Abhängigkeit zu allerlei anderweitigen Rechtsgeschäften und Fremdereignissen gesetzt werden können (= Derivative Instrumente, Derivativgeschäft; von lat. "derivare" = ableiten). Durch den sachgerechten Einsatz von Termingeschäften in Gestalt von Derivativen Finanzmarktinstrumenten* auf den Finanzmärkten erweitert sich das Entscheidungsfeld des Disponierenden (als Ergebnis alternativer Vertragsgestaltungen) um eine Vielzahl von Handlungsalternativen, grundlegende ebenso wie bedarfsgerecht kombinierte. Der besondere Vorzug der derivativen Finanzinstrumente liegt damit auf der Hand. Vermöge ihrer ausgedehnten Variationsbreite lassen sich diese haarscharf ausrichten auf die bestehende Markterwartung ihres Anwenders nicht minder als auf seine psychische Disposition. Die Letztgenannte umfasst insbesondere das persönliche Verhältnis zu wirtschaftlichen Unsicherheiten, d.i. die in der Person des Entscheiders liegende Risikoneigung. Mehr über den Gegenstand der Termingeschäfte siehe Thema 15: Was ist ein Termingeschäft?.

 

Was sind Hedgegeschäfte, wer ist Hedger?

Hedger ("Absicherer") sind von Natur aus risikoaverse Marktteilnehmer. Sie heben sich damit in ihren auf dem Markt verfolgten Endabsichten klar von den Spekulanten ab. Zur Gruppe der Hedger zählen diejenigen Personen bzw. Organisationen, die ihre auf dem Kassa- oder Terminmarkt vorgenommenen Geschäften in vor allem als Vorsorgemaßnahme zur Preisrisikokompensation verstehen. Speziell dienen diese dem Zweck der Absicherung offener Posten ("risk exposure") gegen Ertrags- und Vermögenswertverluste. Insoweithin sind ihre Finanzgeschäfte nicht Ausfluss von Glücksspielen, sondern mit Rücksicht auf den gehegten Versicherungsgedanken stehen sie solchen geradezu entgegen. Eingerichtet werden Hedgegeschäfte durch Aufbau von korrespondierenden Positionen im Kassa- oder Terminmarkt, deren Preisunsicherheitsursachen zwar voneinander abhängig sind, sich jedoch in gegenläufiger Richtungen bewegen. Die Versicherungswirkung von Hedgegeschäften ist freilich nicht kostenlos zu erlangen, sondern ist grundsätzlich mit einem Opfer belegt, dem Preis des Hedging. Dieser besteht entweder in einer eigens auszulegenden Geldsumme oder manifestiert sich beim Hedging mit unbedingten Termingeschäften (Futures, Forwards) implizit in Opportunitätskosten, zumal in herabgeschraubten Renditeerwartungen. Mit dem Namen Hedger werden demgemäß diejenigen Marktteilnehmer angesprochen, die vor allem andern die Ungewissheit über zukünftige Marktpreise abgenommen haben wollen und bereit sind, dafür eine "Versicherungsprämie" zu zahlen. Hedger werden mit Spekulanten insofern häufig in Beziehung gesetzt, als Spekulanten es sind, die Hedgern das Kursrisiko gegen ein angemessenes Entgelt in Form einer entsprechenden Renditeerwartung abzunehmen bereit sind. So gesehen bewirken Hedgegeschäfte, beispielsweise durch Aufbau einer Gegenposition im Terminmarkt mithilfe derivater Instrumente (risikokompensatorischer Akt), eine Verlagerung von Preisunsicherheiten weg vom Hedger eine Instanz weiter zu anderen Marktteilnehmern, die in der Lage und willens sind, diese zu schultern. Das gute Gelingen jedes Kurssicherungsgeschäftes ruht maßgeblich auf einer preisausgleichenden Wirkung der Kursbewegungen des Grundgeschäftes durch die eines ergänzenden, aber entgegengerichteten Engagements in Finanzderivaten, kurz, auf Erzeugung gegenläufiger Zahlungsflüsse. Bei einer Parallelbewegung der Terminkurse zu den Cash-Kursen eines abzusichernden Marktgegenstandes gleichen sich die anfallenden Kursgewinne und Kursverluste idealerweise vollständig aus. Hedger sind in Ausübung ihrer Tätigkeit zumeist institutionelle Akteure, wie Banken und ihre Vertreter, Versicherungen, Pensionskassen, Investmentgesellschaften, Industrie- und Handelsunternehmungen, und eher selten einzelne private Wirtschafter.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Termingeschäft (= "Forward") und einem Terminkontraktgeschäft (= "Futures")?

Ein Termingeschäft (Forward-Kontrakt, "forward commitment", oder i.w.S. kurz "Forward") in seiner Grundform geht hervor aus einer besonderen, auf rechtlich völlig freier Grundlage zuwege gebrachten wechselseitig bindenden, also rechtswirksamen Übereinkunft zweier privater Vertragsparteien: Ein ausdrücklich begründeter, unbedingt zu erfüllender Vertrag zwischen einem "Käufer" (Long) und einem "Verkäufer" (Short), durch den diese Vorschriften treffen, einen in seiner Beschaffenheit genau umrissenen Vertragsgegenstand (wie es z.B. Waren genau bestimmter Beschaffenheit, ganz bestimmte Wertpapiere, Devisen, Zinsinstrumente oder sonstige Verfügungsrechte sind) in einer ausbedungenen Menge (bzw. im Geldeswert eines bezeichneten Finanzinstruments), auf eine festgesetzte zukünftige Zeit (zum "Termin") gemäß dem bei Vertragsschluss abgemachten fixen Austauschverhältnis (Terminpreis, Terminkurs) zu vertauschen. Das den Termingeschäften Eigentümliche ist demnach darin gelegen – der Name deutet in sinnfälliger Weise darauf hin –, dass ihr Vollzug (bei Handelswaren und Wertpapieren durch Lieferung, Übergabe, Empfangnahme und Bezahlung derselben zum Einigungspreis) ungleich Bargeschäften auf eine entlegenere Zukunft hinausgeschoben ist. Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und der Zeitpunkt der Erfüllung sind bei Termingeschäften mithin signifikant auseinandergerückt. Bei den frei gestaltbaren unbedingten (OTC-) Termingeschäften diesen Inhalts werden alle wesentlichen Einzelheiten des Kontraktinhalts samt Sonderrücksichten bereits in den voraufgehenden Vertragsunterhandlungen durch zweiseitige Festsetzung bindend beschlossen, so auch der Vertragspreis (Terminkurs) selbst. Wie bei jedem anderen Kaufgeschäft richtet sich dessen Stand nach der persönlichen Auffassung des Käufers von seiner Preisobergrenze wie die des Verkäufers von seiner Preisuntergrenze für das in Rede stehende Kaufgut, d.i. nach den "subjektiven Wertschätzungen" der Geschäftspartner, gewendet indes auf den hinausgeschobenen Erfüllungszeitpunkt des Termingeschäfts. Der Einigungspreis wird, je nach Verhandlungsgeschick und Marktlage, mehr der einen oder mehr der anderen Seite zugeneigt sein, sich dennoch der Regel nach am herrschenden Marktpreis ausrichten. Nebenumstände, wie die täglich wiederkehrende Beimessung eines neuen Tageswertes, eine schematische Verrechnung von Zahlungssalden ("marking to market"), oder auch die zur Öffnung von Posten erforderten Margin-Zahlungen, wie sie für die vordefinierten Klassen der Futuresgeschäfte kennzeichnend sind, sind den eigenlebigen Forwards grundsätzlich fremd. Gleichwohl kann hier ein Margin ebenso Verhandlungssache sein wie alle übrigen Vertragspunkte auch; das Erfordernis eines Margin, ein obligatorisches Erkennungsmal für Futures, ist im Alltag der Forwards jedenfalls eine Erscheinung sehr viel selteneren Vorkommens. Stattdessen werden gewöhnlich Kreditlinien vorausgesetzt. Forwards zählt man demgemäß den nicht börsengehandelten, nicht standardisierten, unbedingten (fixen) Termingeschäften bei. Zu den im Wirtschaftsleben bedeutendsten Erscheinungsarten von Forwards gehören ohne Zweifel Devisen- und Zinstermingeschäfte (FX Forwards, Zins-Forwards).

Das durchgreifende Unterscheidungsmerkmal zwischen Forwards und den mit ihnen von Haus aus verschwisterten Futures begründet folgender Umstand: Forwards stellen sich dar als das auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene gegenseitige Vertragswerk zweier rechtlich gleichgestellter Vertragspartner (individualisierte Kontrakte), während die Vertragsgestaltung an keine feste Form gebunden ist, wohingegen Futures von den Börsen einseitig abgefasste, vorweg normierte Verträge abgeben. Diese vornormierten Verträge bereiten sodann das Muster, nach dem Kontrakte der nämlichen Art an den Terminbörsen eingeleitet und dortselbst nach festliegenden Regeln, eben dem vorgelegten Muster gemäß, fortgesetzt gehandelt werden. Auf Individualität kommt den einzelnen davon hergeholten Futureskontrakten nichts an; es überwiegt der Gesichtspunkt der zweckerfüllenden Versachlichung. Darin liegt, dass der über Forwards beschrittene Verkehrsweg zweiseitiger ("bilateraler") Vereinbarungen die Möglichkeit verschafft, durch freie Willkür eine für beide Teile vorteilhaftere Vertragsgestaltung auszubedingen als sie die hochgradig vorbestimmten Futures vermitteln. So bleibt es nicht aus, dass sich Forwards vor den festbestimmten Futures dadurch auszuzeichnen vermögen, dass sie eine viel breitere Vielfalt an möglichen Arten von Vertragsgegenständen ("underlying asset") wie auch eine deutlich verbesserte Zeitflexibilität des kontrahierten Termins in sich aufzunehmen die Fähigkeit haben. Eine weitere sachliche Verschiedenheit bekundet die Art der Zweckbeziehung: Bei herkömmlichen Forwards ist die tatsächliche Lieferung des unterliegenden Vermögensgegenstandes im Regelfall der Praxis ganz bewusst gewollt (nicht so allerdings bei den selteneren "non deliverable forwards"), bei Futures stellt sie im Gegenteil mehr nur die Ausnahme vor.

Ein Wesensmerkmal von Forwards ist ferner, dass sie weit überwiegend in gerader Linie "an der Börse vorbei" im sogenannten "Telefonhandel" von Fall zu Fall angebahnt und erst fix abgeschlossen werden, sowie über sämtliche Einzelheiten des Vertrags Einvernehmen herrscht (= OTC-Geschäft, "Dealer-Markt"). Die Umstände, unter denen solcherart besondere Abmachungen (die Punktationen) hervorgebracht werden, sind aus naheliegenden Gründen mit allerlei Anbahnungs- und Abwicklungskosten verbunden. Solche unter den Begriff der Transaktionskosten fallende Aufwendungen schlagen bei Forward-Geschäften in ihrer Gesamtsumme fast immer größer an als für die unter Börsenbedingungen fortlaufend abgewickelten Futuresgeschäfte gleichen Umfangs. Darüber hinaus unterliegen Forwards im Gegenhalt zu Futures einem gewissen Erfüllungsrisiko (Adressenausfallrisiko, "counterparty risk", "performance risk"), das jede der beiden Konterparteien bis auf weiteres zu tragen hat; denn eine dritte Partei, die bei Geschäftsabschluss mechanisch dazwischentritt und für die Geschäfte einsteht und sie sichert, gibt es bei Forwards grundsätzlich nicht.

Forwards werden üblichermaßen bedarfsgerecht auf Laufzeiten von Monaten abgeschlossen, wogegen Futures nach einer einheitlich vorgegebenen Schablone auf eine Auswahl  ganz bestimmter Standardtermine abgeschlossen werden, zu denen sie jeweils fällig werden. Da es sich bei einem nicht standardisiertem, nicht börslichem unbedingten Termingeschäft um feste bilaterale Absprachen handelt, die im Zuge der Dokumentation die gegenseitigen persönlichen Rechte und Pflichten mit Rücksicht auf alle wesentlichen Punkte verbindlich festschreiben und perfekt machen, lassen sich Forwards, ungleich Futures, nicht ohne weiteres einseitig wieder aufheben. Der eine Vertragsteil eines Forward kann sich nach eigenem Gutbefinden nur dann wieder davon losmachen, falls es ihm gelingt, in gütlichem Einvernehmen eine übereinstimmende Willenseinigung mit dem andern Vertragsteil herbeizuführen und diesem Vorhaben überdies vom Rechtsstandpunkt auch sonst keine sonderlichen Hindernisse entgegenstehen (d.i. eingeschränkte Fungibilität durch einen fehlenden oder nur schwach ausgeprägten Sekundärmarkt). Eine Verletzung der Vertragstreue durch vorfristige Aufkündigung des Vertrags unter Bruch anfänglich getroffener Vereinbarungen hätte dagegen notwendig eine empfindliche Konventionalstrafe zur Folge. Das zunehmende Bedürfnis der zeitflexiblen Lösung von vertraglichen Abmachungen bei Geschäften mit Forwards, besonders bei Devisentermingeschäften unter Banken ("foreign exchange forwards", "forex forwards"), hat nun im Wirtschaftsleben zu der in jüngster Zeit in weitestem Umfang zugelassenen und anerkannten Möglichkeit geführt, durch Einnahme einer entsprechenden Gegenposition ein zuvor abgeschlossenes "forward"-Geschäft im Bedarfsfall umgehend wieder glattzustellen. Selbst die Einschaltung einer zentralen Clearingpartei CCP, zwar für OTC-Transaktionen nicht zwingend notwendig, ist den außerbörslich abgeschlossenen Termingeschäften – besonders unter dem zunehmenden Druck der Finanzkrise – inzwischen nicht mehr fremd (OTC Clearing). Zudem hat der vermehrte Gebrauch von standardisierten Rahmenvereinbarungen (bspw. die als mustergültig geltenden Rahmenabkommen, die sog. "master agreements", der International Swaps and Derivatives Association, Inc., ISDA, ) auch auf dem Felde der Aufrechnung und der Garantie von OTC-Geschäften schon zeitig für eine gewisse Erleichterung bei deren Abwicklung gesorgt. Für die bis jetzt weitgehend unregulierten Märkte für Forwards ist in Zukunft eine verstärkte Regulierung schon heute abzusehen.

Futures verkörpern eine Entwicklungsform der Forwards. Sie sind geradewegs aus den weit loser gefügten Forwards heraus erwachsen. Schon im Zuge ihrer Vorbereitung erhalten Futures von Haus aus eine marktgerechte Normierung (Standardisierung), durch die sie im Verkehr leicht übertragbar gemacht werden. Gleichwohl sind beide Instrumente wesenseins. Sie ergänzen einander und haben hier wie dort ihre eigenen Nutzanwendungen und besonderen Vorteile. Ihnen ist daher auch das gleiche symmetrische Gewinn-/Verlust-Profil eigen (sie haben jedoch wegen ihrer graduellen Verschiedenartigkeit ein unterschiedliches Risikoprofil!) und so lassen sie sich auch zum Zwecke einer nachhaltigen Absicherung (Hedging) gegen eine künftige unsichere Preisentwicklung im zugrunde liegenden Risikoposten in vergleichbar wirkungsvoller Weise einsetzen.

 

Immer wieder ist im Zusammenhang mit Termingeschäften von einem "Hebeleffekt" zu hören. Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Hebeleffekt"?

Mit Hilfe eines Hebels von genügender Stärke lassen sich vergleichsweise schwere Objekte mit vergleichsweise wenig Kraftaufwand spielend leicht bewegen. Ein ganz ähnliches Verhalten legen gehebelte Termingeschäfte an den Tag: Mit verhältnismäßig kleinen Summen Geldes, die für den Einsatz oder Erwerb von Derivaten aufzubringen sind, lassen sich kraft eines hinlänglichen Hebels verhältnismäßig große Kapitalbeträge steuern – ein Mechanismus, der bei zutreffender Voraussicht der Kursentwicklung die Aussicht auf erhöhte Vermögensgewinne verheißt. Derart verlockenden Gewinnaussichten stehen indes am anderen Ende des Hebels unverbrüchlich nicht minder hohe Verlustrisiken gegenüber. Der Erklärungsgrund für diese den Derivatemärkten überaus familiäre Erscheinung ist folgender: Wer auf ungedeckte, unbedingte Termingeschäfte, wie etwa auf Futures-Kontrakte, eingeht, hat grundsätzlich für den Gesamtwert des Kontraktumfangs geradezustehen, unbeschadet des Umfangs der ursprünglich einzubringenden Marginsumme – also selbst dann, wenn für den Abschluss eines Futuresgeschäfts gleich zu eingangs, wie üblich, nur ein kleiner Bruchteil von etwa 5 bis vielleicht 20 Proz. des jeweiligen Kontraktgegenwerts als Einschuss ("initial margin") zu hinterlegen ist. Aber eben weil der Mindesteinschuss für ein Verpflichtung in Futures (gleichwie der Erlangungsaufwand für allerhand andere Derivate) nur einen solch kleinen Teil des jeweiligen Kontraktgegenwertes ausmacht, kann der Einsatz dieser Instrumente vermöge ihrer Konstruktionsweise aus sich heraus einen dem entsprechend starken Hebeleffekt in Bewegung setzen (auf Neudeutsch: "Leverage-Effekt", "risk-return-leverage"). Dieser Hebel ist es, der außerordentlich verführerisch zum Handel mit Derivaten einlädt. Für die Wirkungsweise des Hebels greift das einfache Prinzip durch: je schwächer der prozentige Anteil des eingeschossenen Kapitals am Gesamtwert, desto kraftvoller kann, bei vorgegebener Ausstattung des gehebelten Derivats, der Hebeleffekt seine Wirkung entfalten (= Hebelwirkung sinkender Ersteinschüsse auf die Eigenkapitalrentabilität, Margin-Rendite usw.). Durch Kreditfinanzierung lässt sich seine Wirkung sogar noch um ein Beträchtliches vervielfältigen.

Der Händler in Terminkontrakten kann mithilfe eines Hebels mehr gewinnen oder verlieren als er erwirtschaften würde, falls er bei gleichem Kapitaleinsatz den Hebel entbehren müsste. Auf manch einem der Terminmärkte – zumal auf jenen, die wiederholt heftigen Preisschwankungen unterworfen sind – vermag ein glücklich arbitrierender Händler kraft der beträchtlichen Hebelwirkung, die (als solche zwar kein wesenbestimmendes Requisit für die Klasse der Finanzderivate überhaupt, aber) einer ganzen Reihe von Derivaten eigentümlich ist, in kürzester Zeit auf das als Sicherheit bestellte Kapital ("initial margin", oder auch auf eine Optionsprämie) bezogene Gewinne einzustreichen, die mitunter Größenordnungen weit jenseits der 100%-Marke belegen. Und so fügt sich, dass es dem einen oder dem anderen, der eine beneidenswert glückliche Hand beweist, beschieden ist, im Nu ein glänzendes Vermögen aufzuhäufen. Diesen beachtlichen Gewinnchancen hält im einen wie im andern Fall, wie soeben angedeutet, die Wertgefahr (Verlustrisiko, Gefährdung des Vermögens, Insolvenzrisiko) allemal das Gegengewicht. Da nämlich der Hebel nicht allein bei sich erfüllender Markterwartung, sondern prinzipiell in gleichem Maße, nur mit umgekehrtem Vorzeichen, auch bei Misslingen der Handelsabsicht seine potenzierende Kraft entfaltet, können am Ausgang eines gehebelten Geschäfts leicht ebenso grelle Verluste stehen. Insofern ist jedes Engagement in gehebelten Finanzmarktprodukten wahrhaft als ein zweischneidiges Schwert zu betrachten. Bei etlichen Formen von Termingeschäften, so etwa bei Short-Futures, Short-Forwards und Short-Call-Optionen u. dgl. m., ist das Verlustpotential, namentlich bei gröblicher Unachtsamkeit in der Anwendung, sogar ein überaus hohes. Der Belauf potenzieller Geldvermögensverluste aus einem verfehlten Einsatz vorstehend berührter Instrumente ist bezeichnenderweise nicht auf Ersteinlagen oder ausgelegte Prämien beschränkt, sondern kann in äußerster Konsequenz weit darüber hinausreichen, ja selbst bis zu einer unbestimmbaren Grenze buchstäblich ins Ungeheuerliche wachsen. Theoretisch gedacht sind dem Verlust des Händlers dieser Instrumente bei steigenden Marktpreisen also gar keine Schranken gesetzt. Füglich muss für das Eingehen spekulativ motivierter Termingeschäfte die Klugheitsregel greifen, dass nur so viel Risikokapital aufs Spiel gesetzt werden sollte und darf, dass ein damit geschultertes Risiko jederzeit tragbar bleibt. Dieser Vorsatz schützt nicht nur gegen die Unannehmlichkeiten eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses, sondern hilft 1.) ein Hineinmanövrieren in eine die wirtschaftliche und bürgerliche Existenz gefährdende Lage als Folgeerscheinung eines möglichen Fehlschlags vermeiden und leistet 2.) Gewähr dafür, dass der gewohnte standesgemäße Lebensfuß zwischenzeitlich nicht getrübt als auch sonst das Auskommen in fernerer Zukunft nicht erschwert werde.

Ein Beispiel zum Hebeleffekt: Der Ersteinschuss für einen Euro-Bobl-Futures der Terminbörse Eurex (Produktkürzel: FGBM) mag 1000€ betragen. Kauft ein Händler diesen Futures bei einem Börsenterminkurs von, sagen wir, 105,00%, so bewegen Kursänderungen des Futures, trotz vergleichsweise geringem Einschussbetrag, immer den Gesamtwert der zugrunde liegenden Anleihe, hier also einen von 105000€ (d.h. 105,00% von 100000€ Nominalwert) insgesamt. Steigt der Futureskurs in der Folgezeit beispielsweise auf 115,00%, so gewinnt der Investor 10000€ hinzu. Bezogen auf seinen ursprünglich hinterlegten Einschuss von 1000€ – den, zusammen mit seinem Gewinn, unser Investor bei Glattstellung des Futures selbstverständlich zurückerhält – errechnet sich eine Margin-Rendite von (10000/1000) × 100 = 1000 %.

Ergebnis: Der Hebeleffekt von Finanzderivaten bewirkt, dass jede Kursänderung im derivativen Instrument prozentual genommen sich niederschlägt in eine auf ein Mehrfaches gebrachte positive oder negative Margin-Rendite.

Brokerspesen wie auch indirekte Ausführungskosten, die neben möglichenfalls entgangenen Zinseinnahmen zusammen einen Großteil der für eine Teilnahme am Terminhandel auflaufenden Kosten ausmachen, verändern den Hebeleffekt einseitig zu Lasten des Derivatehändlers; denn alle jene Kostengrößen müssen zunächst zurückverdient werden, sonst schmälern sie etwaige Gewinne bezw. erhöhen anfallende Verluste.

 

Was sind Zertifikate?

Zertifikate (von lat. »Beglaubigungsschein«) des Finanzmarktes wie auch alle sonstigen künstlich umgestalteten Erzeugnisse von sachverwandter Natur ("strukturierte Produkte") der Bankhäuser* stehen in ihrer äußeren Schlussform bei genauerem Zusehen mit den Kernderivaten, verkörpert durch Futures, Forwards und Optionen, in einer nicht mehr als losen Verknüpfung zueinander. Allein der Einheitlichkeit ihres Grundgedankens, der allen Derivaten gleichermaßen zur Folie dient – so nämlich das Herleiten ihres Wertes von andern Werten –, ist es zu danken, dass sie in ihren Marktergebnissen gewisse Entsprechungen hervorzubringen geeignet sind. In allen anderweitigen Rücksichten aber geben sie, wie im Folgenden auseinandergesetzt, eine tiefe innere Verschiedenheit zu erkennen. Derivative Finanzmarktinstrumente im ausgezeichneten Sinn stellen bekanntlich Termingeschäfte vor, deren Preise und Werte sich nach weithin bekannten Grundregeln in schlüssiger Weise ableiten lassen von mindestens einem voraussetzungsweise originären Marktwert (d.i. einer im Marktverkehr allgemein bekannten Veränderlichen).

[* In der Verkehrssprache der Werbestrategen der Banken steht für die Klasse der künstlich aufgebauten Anlage- und Hebelprodukte allein der Name "strukturierte Produkte" ("structured products") in Übung. Meines Erachtens ist die erweiterte Aufschrift "umgestaltete ('umstrukturierte') Finanzprodukte", wenngleich weniger schneidig, umso eher zu befürworten, als durch sie der Sachverhalt sehr viel trefflicher und bezeichnender zum Ausdruck kommt, dass derartige Finanzmarkttitel nichts als einen schwachen Abglanz herkömmlicher Arten von Finanzinstrumenten abgeben. Als solcher tragen sie sich künstlich zusammen aus einem Mischmasch von mosaikartig ineinander gepassten Bausteinen, in dessen Gerüst zumal allerlei alteingeführte Derivate, so vornehmlich Futures und Optionen, ihren Platz haben.]

Zertifikate ("...-linked certificates of deposite") stellen sich rechtlich genommen als Schuldverschreibung dar. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schuldverschreibung mangelt es Zertifikaten allerdings an dem Merkmal periodisch wiederkehrender Zinszahlungen. Stattdessen wird ihr Auszahlungsprofil abgelesen von der Wertentwicklung eines hergenommenen, dem Marktrisiko unterworfenen Vermögenswertes. Sie unterliegen damit nicht nur einem erhöhten Marktpreisrisiko, sondern als urwüchsige Schuldverschreibung füglich auch den gewöhnlichen Bonitätsrisiken des Emissionshauses (also der Bank, Sparkasse o.dgl. als Schuldner, der sie herausgibt), und nicht zum wenigsten dessen Insolvenz- und Kreditrisiko (Emittentenrisiko). Der Käufer von Zertifikaten nimmt, im Gegensatz etwa zu Fonds, die als solche stets ein geschütztes Sondervermögen bilden, durch den Erwerb derlei Papiere die Stellung eines Gläubigers des ausgebenden Kreditinstituts ein. Wie alle Welt weiß, können Banken gleich anderen schuldenden Personen in Zahlungsverlegenheiten geraten oder gar fallieren. Aus eben diesem Grunde ist die Rückzahlung des ausgelegten Kapitales an den Inhaber des Zertifikates nichts weniger als gesichert oder verbürgt – selbst dann nicht, wenn es sich beim fraglichen Zertifikat um ein sogenanntes "Garantiezertifikat" handelt oder, wie es gelegentlich vorkommen mag, es vorher mit kaptivierenden Worten als zusätzlich besichert angepriesen, von der glänzendsten Seite beworben oder das Schuldnerrisiko schlicht wegeskamontiert wurde!

Zertifikate in ihrer ganzen Vielfalt lassen sich allesamt mit den verbrieften derivativen Finanzinstrumente in Reihe und Glied stellen. Sie sind von Haus aus, ab ovo, so beschaffen, dass sie vorrangig den privaten Geldanleger ("retail client") apostrophieren. Wohl allein der kommerziellen Tüchtigkeit der mit unermüdlicher Schaffenskraft begabten Potenzen der Emissionshäuser ist es zu schulden, dass gegenwärtig, zumal auf deutschem Boden, eine schier unüberschaubare Flut von Zertifikaten und ähnlichen umstrukturierten Produkten verschiedenster Färbung den Geldanleger beglückt. Die vergleichsweise geringen Kosten, die für die Herausgabe der Papiere zu Buche schlagen, tragen wohl ein Übriges zu ihrer überschäumenden Vermehrung bei. Mittlerweile zählen sie nach vielen, vielen tausenden. Und so bleibt es nicht aus, dass einer, der Geschmack an Papieren dieser Art findet und der sich auf diesem Felde redlich um Überblick bemüht, schon nach einer ersten mehr nur flüchtigen Sichtung des Produktenmarktes sich mit dem schier in Unmasse sich darbietenden Angebot in vollem Schwalle überschüttet sieht.

Der eigentliche Nutzen vom Gebrauch von Zertifikaten mag für den Geldanleger, der sich damit abgibt, darin liegen, dass er dank der gegebenen Angebotsfülle an zupräparierten Papieren, ebenso wie von jeher durch Optionen und andere Finanzderivate, an der begehrten Marktentwicklung fast jedes Vermögenswertes (jeder "asset class") teilzuhaben vermag: sei es nun an steigenden oder fallenden, sei es an gleichbleibenden oder pfadlosen Preisen eines solchen. Dem Grundsatz nach sind hierbei die unterschiedlichsten Aufmachungen denkbar: ein proportionales Beteiligungsversprechen an der Kursentwicklung ebenso gut wie ein von der Gestaltung gewisser Verhältnisse abhängig gemachtes ("financial engineering"). Auch wenn streng genommen laufend marktgerechte Kurse gestellt werden sollten, so zeigt sich, dass bedauernswerterweise im ganz überwiegenden Großteil der Handel in diesen Titeln darniederliegt. Und in Krisenzeiten, soviel hat sich herausgestellt, erwiesen sich manche Papiere bisweilen als kaum oder sogar als nicht mehr handelbar – eine jener Unfertigkeiten, die einer gedeihlichen Entwicklung von Zertifikaten überaus hinderlich sind.

Zertifikate werden sowohl am Kassamarkt von gesonderten Börsenplätzen als auch im außerbörslichen Bereich (OTC) umgesetzt. An Basisobjekten von Zertifikaten kommt grundsätzlich der gesamte Katalog von Anlageinstrumenten und Marktvariablen sowie deren Mischungen in Betracht. Demgemäß strotzt es hier von einem Benennungsmischmasch bunter Namen, wie Index-/Tracker-Zertifikate, Rohstoffzertifikate, Basket-Zertifikate, Airbag-Zertifikate, Discount-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Express-Zertifikate, Hebel- und Knock-out-Zertifikate usw. usw. Die Laufzeit von Zertifikaten (das Kreditverhältnis) kann auf eine bestimmte Frist begrenzt ("closed end") oder auch unbegrenzt ("open end") sein, oder aber, der Emittent behält sich gar unter gewissen für ihn vorteilhaften Bedingungen im Emissionsprospekt ein Aufkündigungsrecht unmissverständlich vor.

Zertifikate schienen bis vor kurzem noch auf der Beliebtheitsskala von Privatanlegern obenan zu stehen. Angelockt durch überverhältnismäßig hohe Gewinnsätze im Emissionsgeschäft mit Zertifikaten sowohl wie im Geschäft mit den ihnen nah verwandten (Hebel-)Produkten, fanden hierzulande immer mehr Bankhäuser ein ausgebreitetes Betätigungsfeld vor, auf dem ihre künstlerisch wie mathematisch begabten Hilfskräfte schöpferisch zu walten und ihren Erfindungsgeist im großen Stile anzubringen verstanden. Die jüngst zugewachsenen Einsichten der modernen Finanzierungsforschung gaben ihnen allen Stoff dafür. Für viele Sparer wohl überzeugend genug, der Versuchung zu erliegen, ihr Erspartes in die neu ausgesonnenen Kunstpapiere hineinzustecken. Als Folgeerscheinung schoss der Markt für Zertifikate regelrecht ins Kraut. Er blühte üppig und konnte sich immer mächtiger Boden erobern. Doch mit dem Geschäftszusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank (Spekulationsbank) Lehman Brothers Inc. im Jahre 2008 und den hierdurch entstandenen herben Verlusten, die die davon betroffenen Halter der Zertifikate seither zu verschmerzen hatten, geriet das Ansehen der Zertifikate in Erschütterung und begann zu ermatten. Angesichts des mit einem Male wegbrechenden Umsatzes hat sich mittlerweile einige Ernüchterung in der Zertifikatebranche eingestellt, so nämlich, dass selbst das Vertrauen in den Reihen ihrer glühendsten Anhänger wankend geworden ist.

Im Hinblick auf die Gewinnmarge, die den Banken aus der Begebung von Zertifikaten zufällt, ist es vielleicht nicht unnötig zu bemerken, dass diejenigen, die am Finanzmarkt einen gegebenen Einkommensstrom aus herkömmlichen Instrumenten (Aktien, Anleihen, Futures und Optionen) unter Einsparung von Gebühren in einen andersartigen, dazu äquivalenten umzugestalten wissen, nicht gewillt sind, andere, die dies für sie tun, dafür zu bezahlen.

 

Diese Sammlung von Fragen und Antworten zum Thema Börse wird in zwangloser Folge vermehrt und – wo für nötig erachtet – noch verbessert und ergänzt.

Siehe auch:

 

 

Börsenwissen und nützliche Informationen zum Thema Trading

 

 

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"Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste,
zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste."
Konfuzius (551 - 479 v.Chr.), chin. Philosoph

 

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Stand: 24. September 2016. Alle Rechte vorbehalten.