Spread:
von engl. »verbreitern, ausstrecken, spreizen; Spanne«.
1.) Name für eine zu einer Einheit zusammengefasste Position in zeitlich oder kausal miteinander verwandten Futures zu einem gemeinsamen Nutzzweck. Eine Spread-Position in Futures geht hervor aus einem öffnenden Kauf- (Long) und einem öffnenden Verkaufsgeschäft (Short) von Terminkontrakten, wobei die jeweiligen Einzelpositionen praktisch meist gleichzeitig an der Terminbörse aufgebaut werden. Zwar tragen die einzelnen Futures-Kontrakte eines Spread hinsichtlich ihrer Spezifikationen in aller Regel übereinstimmende wirtschaftliche Züge, heben sich aber in mindestens einem ihrer typischen (kausalen oder zeitlichen) Merkmale klar voneinander ab.
Mehr zum Thema: DeiFin - Spreads mit Futures.
2.) Preisdifferenz zwischen Futureskursen (Terminpreisen), etwa zwischen ökonomisch verwandten Futures-Kontrakten (Serien von Futures) oder solchen von unterschiedlicher Terminfälligkeit.
3.) Kombinierte Position in Optionen auf einen bestimmten Basiswert, bestehend aus einer Kaufposition in Optionen (Long), der eine Verkaufsposition (Short) in anderen Optionen gleicher Art (d. i. entweder nur Call oder nur Put) gegenübersteht. Es unterscheiden sich bei einem Options-Spread also lediglich die Laufzeiten und/oder die Ausübungspreise ("strike prices") der Optionen. Zweck eines solchen Spread ist primär die Adjustierung bzw. Limitierung von spezifischen Marktpreisrisiken.
4.) Spanne zwischen Kursen, Preisen, Zinssätzen (Auf-/Abschlag), Devisen (An- und Verkaufspreisen) etc.; Kurzform für Bid-Ask Spread.