Hedge-Fond:

auch: Hedgefond; Form einer Investmentgesellschaft, die geleitet wird von einem oder von mehreren Direktoren ("Finanzmanagern") demzufolge auch eine Leitung zuweilen mit höchst unterschiedlichen persönlichen Qualitäten. Die Leiter ("Managemeint") eines Hedge-Fond verfolgen im Allgemeinen die Politik, das von ihnen verwaltete Geldvermögen einer zumeist reichen Zahl von Geldanlegern für gemeinschaftliche Rechnung im Namen der Fondgesellschaft rücksichtlich ihrer strategischen Ausrichtung und des damit übernommenen Risikos so ertragreich als möglich anzulegen. Den Hedge-Fonds steht im Gegensatz zu anderen Formen einer Vermögensverwaltung, und vielfach ganz ohne besondere obrigkeitliche Einschränkung, die gesamte Bandbreite an Marktinstrumenten für die unterschiedlichsten Finanztransaktionszwecke zur freien Auswahl: Wertpapiere einschl. Leerverkäufe, Termingeschäfte, bestehende Unternehmungen, Immobilien, Edelmetalle u. dgl. mehr. Erfolgreichen Hedge-Fonds gelingt es auf diese Weise, durch Wahrung der vielfältigen Chancen weithin losgelöst von der allgemeinen Marktentwicklung selbst auf kürzeste Frist Vermögensgewinne (zum Teil auch verstärkt durch Kreditfinanzierung) zu erzielen. Anzumerken ist, dass der Begriff Hedge-Fond klar abzugrenzen ist von Hedging als kompensatorische Absicherungsmaßnahme gegen Preisrisiken. Hedge-Fonds treiben ihre Geschäfte vornehmlich von wohl bekannten Steueroasen aus (sog. "off-shore"-Finanzzentren, wie etwa Singapur, Jungferninseln, Kaimaninseln, Cookinseln, Bahrain, die Malediven, Bahamas, Panama, die Seychellen, Barbados usw.), wodurch sie nur in sehr eingeschränktem Maße gesetzlichen und anderen obrigkeitlichen Auflagen unterworfen sind. In Amerika sind sie gehalten, spätestens 45 Tage nach Ende eines jeden Quartals der Öffentlichkeit Einblick in ihre Bücher zu gewähren.