Hebeleffekt (auch: Leverageeffekt):
Eigenschaft eines derivaten Finanzinstruments, mit einem relativ geringen dafür ausgelegten Geldbetrag relativ große Vermögenswerte zu steuern. Möglich wird dies durch den Umstand, dass sich der Wert eines solchen Derivats stets in einem bestimmten Verhältnis eines mehrfach höheren Prozentwertes zur jenem seines Basiswertes bewegt. Dies führt bei zutreffender Kursprognose zu überproportional hohen Spekulationsgewinnen, geht bei einer Schieflage aber notwendig einher mit entsprechend hohen Verlusten. Das Merkmal eines Hebeleffekts ist bei Termingeschäften zwar oft gegeben, jedoch für die Begriffsbestimmung eines solchen belanglos. Formal definieren und beziffern lässt sich der Hebeleffekt bei Futures als Geldwert des Underlying eines Kontrakts (Terminkontraktbetrag, d. i. der Gesamtkaufpreis zum Termin) dividiert durch das eingeforderte "initial margin", wobei der Einstandskurs im Abschlusszeitpunkt für die Berechnung des Kontraktbetrages maßgeblich ist. Bezogen auf einen beliebigen späteren Bewertungszeitpunkt nach Positionsbegründung bzw. im Abrechnungszeitpunkt bei Glattstellung der Position erhält man analog: Hebel ist gleich Margin-Rendite dividiert durch prozentuale Änderung des Futureskurses.
Mehr zum Thema: DeiFin - Margin-System: "maintenance margin" und Hebeleffekt.