Fungibilität:

von lat. fungi, "verrichten, verwalten"; durch Vereinheitlichung (Standardisierung) von Finanztiteln (zB. von für den Handelsverkehr bestimmte Wertpapiere; Effekten) oder Typisierung von Handelsgütern (Marktware) bewirkte uneingeschränkte Vertretbarkeit (Austauschbarkeit, Verkehrsfähigkeit) durch Titel oder Güter gleicher Art und Qualität. Steht die Fungibilität eines Marktinstruments ("res fungibiles") außer Zweifel, ist damit eine elementare Vorbedingung für einen geregelten börsenmäßigen Handel erfüllt: die besonderer Leichtigkeit der Übertragung von Marktobjekten gleichmäßiger Beschaffenheit von Person zu Person. Ein wichtiger Vorzug fungibler Marktobjekte liegt in ihrer Eigenschaft, sie auf liquiden Märkten ohne vorherige Prüfung der Gutsqualität jederzeit zu Geld machen zu können resp. sie dort jederzeit käuflich erwerben zu können.