Derivative Finanz(markt)instrumente:

eigentümlicher finanzierungstechnischer Name für marktgerechte Wetten und Termingeschäfte (Waren- und Finanztermingeschäfte), deren gemeinsame Eigenschaft darin besteht, dass ihnen ein Preis oder Wert ("payoff") zugezählt werden kann, der sich in eindeutig nachvollziehbarer (positiver) Weise ableiten lässt vom Stand einer oder mehrerer darauf gerichteter originärer Variablen ("Derivativgeschäft"). Begründet werden Derivative Finanzinstrumente durch wechselseitige Vertragsvereinbarungen zweier rechtlich gleichgestellter Vertragsparteien über den Kauf bzw. Verkauf (allg. Austausch) eines qualitativ und quantitativ genau bestimmten Basisobjekts (Underlying), wobei im Falle von Termingeschäften zwischen Vertragsschluss und Leistungstausch zur Erfüllung der Vertragsverpflichtung ein längerer Zeitraum (i. d. R. von mindestens drei Tagen) verstreicht. Die Kernderivate bilden Forwards, Futures, Optionen und Swaps. Vgl. auch § 2 Abs. 2 Wertpapierhandelsgesetz WpHG.

 

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