Aktie:

von lat. "agere", "actio", Handlung, klagbarer Anspruch; Anteilschein, der (engl. "share", "stock", "equity") ein Teilhaberrecht an einer Unternehmung, die in der Rechtform einer Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) auftritt, beurkundet. Eine Aktie lässt sich auffassen als ein Bündel an Rechten wie an einigen Pflichten. Eine Aktie bescheinigt oder "verbrieft" die Miteigentümerschaft am Geschäftsvermögen der AG gemäß ihrem Anteil am Nominalkapital (Grundkapital) und berechtigt damit zu bestimmten Arten von Vermögensbezügen. Die Aktie kann, um ihre wichtigsten Bezugsarten namhaft zu machen, im Einzelnen einen bedingten Anspruch auf Gewinnanteile (Dividendenzahlung), auf den Erhalt eines Bezugsrechtes sowie auf den anteiligen Liquidationserlös umfassen. Zudem vermittelt Aktien das Recht auf Teilnahme und Stimmrecht bei der Hauptversammlung sowie ein Antrags- und Auskunftsrecht. Mit der Ausgabe (Emission) von Aktien lassen sich vermöge einer Stückelung in kleinsten Quoten und deren Unterbringung bei einer Vielzahl von Aktionären selbst umfangreichste Investitionsvorhaben leicht finanzieren. Dient die Aktie als solche ihrem eigentlichen Zweck gemäß in erster Linie der Kapitalanlage, so lassen diese sich als fungible Wertpapiere am Sekundärmarkt bequem handeln und sind angesichts wechselnder Kursverhältnisse überdies zu einem viel beliebten Instrument der Spekulation geworden.