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Wer es unternimmt,
sich auf einem ausersehenen Futures-Markt einer
Terminbörse zu positionieren,
kann aus den ihm von dorther vor Augen stehenden verschiedenen
Kontrakt-Laufzeiten (dem Spektrum
der Kontrakt-Monate, "Monatstermine", "contract months") seine
freie Auswahl treffen. So gewährt grundsätzlich jeder Futures-Markt,
dessen man sich bedienen kann (wie etwa "Gold", "Euro", "Öl", "Weizen",
"Kaffee" etc.), Wahlfreiheit zwischen mehreren fest vorgegebenen,
zeitlich differenzierten Klassen
von ansonsten gleichartigen Futures-Kontrakten: dem sogenannten Zyklus
von Terminen, der chronologischen Aneinanderreihung der Kontrakt-Monate
eines Produktmarktes ("months traded", "delivery months";
"zeitliche Standardisierung" der Termine), zu denen die vorgehaltenen
Kontrakte ablaufen und damit zur Erfüllung fällig werden. Die börsenseitige
Festschreibung der Termine von Futures, die allesamt harmonisch aufeinander
abgestimmt ineinander übergreifen, vereinfacht die Geschäfte außerordentlich
und fördert allemal die Liquidität auf den Terminmärkten. Besonders
den an Sicherungsgeschäften (Hedging)
gelegenen Unternehmungen erleichtert die Vereinheitlichung der Abwicklungstermine
der aufgelegten Futures-Kontrakte auf fest angesetzte Fristen die Konzentration
auf ihre eigentliche Kerngeschäftstätigkeit.
Jeder Futures-Markt
hat seine eigentümliche Anordnung von Zeitterminen, die ihrerseits dem
Marktpublikum allesamt für einen geregelten börslichen Handel auf Termin
zur freien Auswahl offenstehenden. Dem
Kaffee-Terminmarkt der
Terminbörse
IntercontinentalExchange (ICE Futures U.S.; Produktkürzel
des Kaffee-Futures: KC) zum Beispiel gehören die Märkte auf Lieferung
in den Quartalsmonaten per März, Mai, Juli, September sowie Dezember
an, das ist: März-Kaffee, Mai-Kaffee, Juli-Kaffee,
September-Kaffee und Dezember-Kaffee*. Die öffentliche
Vorgabe der Sukzessionsreihe der nach Kalendermonaten namentlich ausgezeichneten
Termine eines Futures-Marktes macht zugleich den jeweiligen kalendarischen
Fälligkeitszeitraum bzw. Enderfüllungstermin** kenntlich, bis
zu dem Futures des bezüglichen Termins gehandelt und hernach abgewickelt
werden. Zusammen mit dem Namen des unterliegenden Handelsobjektes ("underlying")
dient die Benennung des Termins eines Futures überdies als Aushängeschild
zur klaren Unterscheidung der einzelnen Terminmärkte, nach denen der
Futures-Markt in diesem Produkt sich spaltet.
[* Hinweis:
Die Nennung der periodischen Aufeinanderfolge der an den Börsen bereit
gehaltenen Monatstermine erfolgt bei
Commodities
auf Agrarprodukte herkömmlich nicht nach dem Kalenderjahr, sondern,
wie es üblich ist, nach dem Erntejahr ("crop year", "marketing
year").]
[** Futures werden
zum benannten (standardisierten) Zeittermin, der stets am Laufzeitende
liegt, fällig (Abwicklungstermin). Mit Erreichen der Endfälligkeit ("maturity")
eines durchgehaltenen Futures sind die bei Abschluss des Termingeschäfts
im Voraus vereinbarten Hauptvertragspflichten alsdann "unbedingt" zu
erfüllen: das ist die
physische Lieferung,
Übergabe, Abnahme und Bezahlung des zugrunde liegenden Marktgegenstandes
resp. Ableistung des Barausgleichs ("cash settlement"). Ganz
anders bei gewöhnlichen Geschäften zur prompten Auslieferung (Bargeschäften,
Kassageschäften; "actuals"). Hier ist die Erfüllung der übernommenen
Vertragsverpflichtungen nicht oder nur unwesentlich aufgeschoben. Sie
erfolgt somit praktisch gleichzeitig mit Vertragsschluss ("auf sofortige
Lieferung"). Da das Zustandekommen Letzterer generell an keine festen
Zeiten gebunden ist, gibt es bei Effektivgeschäften offenbar ebenso
viele "Erfüllungstermine" wie Tage, an denen Geschäfte per Kasse zum
Abschluss kommen. Wer dagegen im Terminhandel maßgeschneiderte Laufzeiten
verlangt, müsste im Wege von Einzelverhandlungen auf ein frei gestaltbares
Termingeschäft (OTC-Geschäft) ausweichen.]
Jeder Futures-Markt
zerfällt in ebenso viele Teilmärkte als er Termine hat. Jedem geschaffenen
Futures als Repräsentanten eines partikulären Marktes von welcher Terminfälligkeit
immer, wie etwa "März Euro FX", "Dezember Mais" oder wie eben "Kaffee"
in einem seiner fest bestimmten Termine, unterliegen Waren, Güter oder
Finanztitel von sonst durchweg gleicher Art und Zahl. Die einem vorliegenden
Produktmarkt zugehörigen Kontrakte lassen sich gleichwohl, wie soeben
geschildert, allemal nach ihren börslich festgeschriebenen Terminfälligkeiten
auseinanderhalten.* Die sich darbietenden Märkte für die einzelnen
Terminfälligkeiten eines börsennotierten Derivateprodukts zusammengenommen
umspannen mithin in ihrer Gesamtzahl den Kreis seiner Partikularmärkte,
die zu den Börsenzeiten in jedem Augenblick alle in gleicher Linie nebeneinander
handelbar sind.
[* Da es
nicht bloß einen einzigen einheitlichen Markt für eine bestimmte Terminware gibt,
gibt es auch nicht bloß einen ununterschiedenen Terminpreis für diese.
Aus dem Grund der ungleichmäßigen Verteilung von Angebot und Nachfrage
werden die ausgehandelten Futureskurse für unterschiedliche Terminfristigkeiten
eines Produktmarktes sich vielmehr in aller Regel laufend voneinander verschieden
zeigen. Über
den Zusammenhang von Bar- und den zeitlich aufeinanderfolgenden
Terminkursen eines Marktes siehe das Kapitel über
Bepreisung von Futures.]
Jeder
Termin repräsentiert einen durch seinen Kalendermonat ausgezeichneten Sondermarkt.
Zur eindeutigen und unverwechselbaren Kennzeichnung und
Unterscheidung der verschiedenen
Termin-Monate von Futures findet an den internationalen Terminbörsen
eine einheitliche spezielle Symbolik Anwendung. Die folgende Tabelle
erläutert die Zuordnung des hierbei gebräuchlichen
Buchstabencodes ("contract
month symbols") zu den verschiedenen kalendarischen Terminfristen
von Kontrakten.
|
Januar |
Februar |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
August |
September |
Oktober |
November |
Dezember |
|
F |
G |
H |
J |
K |
M |
N |
Q |
U |
V |
X |
Z |
Tabelle:
Monatssymbolik bei Futures
Futures lassen sich
auf viele Monate hinaus handeln. Nicht immer aber werden an den Terminbörsen
alle zwölf möglichen Kalendermonate eines Jahres auch tatsächlich nebeneinander
gelistet. Vielmehr ist es in der weit überwiegenden Mehrheit der Fälle
so, dass immerzu lediglich eine spezielle Auswahl daraus von gewisser
Zahl dem Handel zur Verfügung steht. Eine solche muss sich dabei auch
nicht zwingend bloß auf das gegenwärtige Jahr beschränken, sondern kann
durchaus in gleichen oder auch proportionierten zeitlichen Distanzen
sich ins nächste, und weiter ins übernächste Jahr etc. fortschreiben,
wie es etwa beim
COMEX
miNY Gold Futures der
CME Group
(Produktkürzel: QO) gängige Praxis ist. Dieser beispielhaft genannte
Produktmarkt schließt, neben den jeweils zwei nächsten seriellen Kalendermonaten
("serials"), innerhalb jedes regulären 23 Monate währenden Zyklus
die Termine "Februar, April, August, Oktober" und parallel damit innerhalb
jedes 60 Monate währenden Zyklus jeden Juni- und Dezember-Termin ein.
Wieder andere Produktmärkte reichen abermals weiter in die Zukunft.
Der mögliche handelbare Zeitraum im
Eurodollar-Futures
der CME (Produktkürzel: ED) etwa reicht stets 40 Quartale (10 Jahre)
in die Zukunft. Um gleichlautende Monate verschiedener Kalenderjahre
auf einen Blick auseinanderhalten zu können, werden diese von der Börse
zusätzlich extra durch ein Farbraster gekennzeichnet. Beim eben gestreiften
Eurodollar-Futures werden dazu jeweils vier Quartalsmonate gebündelt
genommen: dem ersten Paket wird die unbunte Farbe "weiß" zugeschlagen,
dem nächsten die Farbe "rot", dann "grün", "blau", "gold", "lila", "orange",
"rosa", "silber"- und zuletzt "kupferfarben".
Sowohl die Auslese selbst
als auch der zeitliche Abstand zwischen den aneinander schließenden
Terminen eines Marktes lehnen sich an speziell ausgesuchte Kriterien
an, die in erster Linie Bezug nehmen auf die Verschiedenheit und Rhythmik
in den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Reflektanten, sich aber auch
teilweise an anderweitigen Strukturmerkmalen orientieren, die in ihren
jeweiligen Ausprägungen typisch sind für den fraglichen Markt. Auf den
Warenterminmärkten etwa richtet sich die Auswahl der Termine zuvörderst
nach Produktionsverhältnissen, Erntezyklen oder auch nach logistischen
Bestimmungsgrößen, an den Finanzmärkten dagegen traditionell eher nach
der Periodizität wichtiger Zahlungs- und Refinanzierungszeitpunkte der
bankwirtschaftlichen Praxis. Am
Euro-FX-Futuresmarkt
der Chicago Mercantile Exchange (CME Group Inc.; Produktkürzel
des Euro-FX-Futures: EC) beispielsweise zählen zum Fälligkeitszyklus
("delivery cycle", "expiration cycle") die Devisenterminkontrakte
per März, Juni, September und Dezember, aus dem durchgehend eine fixe
Anzahl von sechs verschiedenen Terminen nebeneinander notiert wird*.
Mit der vorgegebenen Struktur der Termine liegt zugleich auch die Höchstdauer
der Laufzeit eines jeden Futures für den Handel fest: Die Lebensspanne
des Daseins eines Euro FX Futures beträgt demnach kontinuierlich rund
18 Monate.
[* Der Fälligkeitstermin
im Euro-FX-Futures wurde von der CME auf den dritten Mittwoch des jeweiligen
Terminmonats gelegt, sein jeweiliger letzter Handelstag zwei Geschäftstage
davor.]
Eine verbindliche Festlegung
der Zahl der Termine eines Futures-Marktes wie auch ihrer zeitlichen
Staffelung bezweckt in vorderster Linie eine Konsolidierung des Geschäftstreibens
auf eine durchwegs streng limitierte Anzahl an disponiblen Termin-Monaten.
Es hebt dies ganz regelmäßig die
Liquidität in den
einzelnen Terminen vorgehaltener Kontrakte auf den betreffenden Produktmärkten.
Hierbei zeigt sich, dass im großen Durchschnitt die Liquidität eines
Terminkontraktmarktes in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Restlaufzeit
steht. Mit Ausnahme von Geldmarkt-Futures
(hier ist das Verkehrsvolumen wegen ausgedehnter Swapmarktoperationen
gleichmäßiger verteilt) liegt der Schwerpunkt des Umsatzes ("volume")
bei Futures somit fast immer in ihren zeitlich nächsten und übernächsten
Monatsterminen*. Derjenige Termin in einem Produktmarkt, der
das höchste Umsatzvolumen auf sich vereinen kann, heißt "active month"
oder "lead contract". Wie leicht begreiflich, führt eine durch
Termindifferenzierung bewirkte Vermehrung des Handelsverkehrs i.
d. R. auch zu einer Erhöhung der inneren und äußeren Wirksamkeit
des Marktes sowie zu einer Verbesserung der Transparenz und Liquidität
desselben. Dabei ist eklatant, dass die
Volatilität in den schon
weiter vorgerückten Terminen meist deutlich höher auszufallen pflegt
als in den nachfolgenden. Erklären lässt sich dieser Beobachtungstatbestand
mit einem zunehmend stetigeren Fluss neu eintreffender Informationen
und Prognosen, die aus naheliegenden Gründen mit kürzer werdendem Vorhersagezeitraum
eine immer größere Treffsicherheit anzunehmen imstande sind.
[* Der Grund hiervon
ist hauptsächlich psychisch-ökonomischer Natur. Der Wirtschafter ist
bei der Vorsorge für den künftigen Bedarf gewöhnt, solchen Dingen die
größte Bedeutung beizulegen, die der Gegenwart am nächsten liegen.]
Futures sind laufzeitbegrenzte
derivative Finanzmarktinstrumente ("depreciating 'assets'").
Demgemäß ist jeder Futures von Haus aus stets und
ausnahmslos durch eine genau festgesetzte Kontraktgesamtlaufzeit
(absolute Laufzeit, "lifetime") in seinem Auftreten zeitlich
begrenzt. Die Gesamtlaufzeit eines Futures durchmisst jenen Zeitraum,
der zwischen seinem ersten und seinem letzten angesetzten Handelstag
gelegen ist. Mit seiner Einführung in den Handelsverkehr, und nach Verstreichen
einer gewissen Zeitspanne, schmilzt diese ab zu einer entsprechenden
Restlaufzeit. Auf einen innerhalb
der Gesamtlaufzeit liegenden beliebigen Betrachtungszeitpunkt gewendet,
berechnet sich die Restlaufzeit als zeitliche Differenz zwischen diesem
und dem Fälligkeitszeitpunkt des Kontrakts. Jeder Futures ist handelbar
bis zum planmäßigen Ende seiner absoluten Laufzeit, dem letzten Handelstag
("last trading day"). Der Juni 2012 Euro FX Futures der CME
beispielshalber (Trading-Symbol: ECM12) wird gehandelt vom 14. Dezember
2010 bis zum 2. Geschäftstag vor dem 3. Mittwoch des Kontraktmonats,
also bis Montag, den 18. Juni 2012, und zwar bis 09:16 Uhr US
Central Time (CT).
Die einzelnen Termine
eines Futures-Marktes ragen in ihrer äußeren Anordnung gleichsam stufenweise
in die Zukunft hinein. Alle für sich sind in Zeitlängen messbar von
gleicher Dauer, aber stufenweise versetzt. Der nächstberufene Termin
aus einem überhaupt erreichbaren Fälligkeitszyklus, also jener Termin,
der bereits soweit nach der Gegenwart vorgerückt ist, dass er in nächster
Zukunft ganz zu erst ausläuft, heißt Spot- oder Frontmonat,
auf Englisch "expiring contract", "prompt month" oder
kurz und bündig "nearby"; der ihm zunächst gestellte nennt sich
"first deferred" oder "next", der folgende "second
deferred" usw., die weiter entlegenen Sichten dagegen spricht man
als "back months" (oder auch "deferred" bzw. "distant
months") an, der letzte in dieser Riege endlich wird als "most
distant" benannt. Jeder auf den Frontmonat folgende aktive Termin
wird im Laufe der Zeit schrittweise so weit nach vorn rücken, dass er
selbst als "nearby" reiht und als solcher somit in kurzem zur Abwickelung
ansteht.
Sobald ein Termin-Monat
aus einem Zyklus abgelaufen ist und abtreten muss, räumt dieser einem
neuen den Platz. Die Terminbörsen ersetzen diesen automatisch durch
den sich an den letzten schließenden Monatstermin dieses Zyklus, der
damit nun dem vorher festgelegten Schema ("new contract listing rule")
gemäß an die letzte Stelle tritt. Gleichzeitig rückt der vormalige "first
deferred" in die vorderste Linie und wird dadurch zum zeitnächsten.
Läuft bspw. im Euro FX Futuresmarkt gerade der Juni12-Termin aus, sodass
nunmehr der Quartalstermin September12 in den Rang eines Fronttermins
vorrückt, wird am nächsten Geschäftstag turnusgemäß der nächstfolgende
der zeitferneren Termine innerhalb des Fälligkeitszyklus: der Dezember13,
als "most distant" neu hinzugefügt. Auf diese Weise wird für jeden soeben
abgelaufenen Termin ein vollgültiger Ersatz geschaffen und damit sichergestellt,
dass dem Publikum eine stets gleichbleibende Zahl von Terminen in den
einzelnen Futures-Märkten zeitflexibel zur Disposition steht*.
Wer die Absicht hat, sich in einem bestimmten Futures-Markt zu engagieren,
wird sich demzufolge für mindestens einen der alternativ infrage kommenden
Terminmonate zu entscheiden haben.
[* Anmerkung:
Die von den Terminbörsen einem Markt beigelegten Abhaltungszeiten ("trading
hours") beanspruchen grundsätzlich für alle Fälligkeitstermine innerhalb
desselben gleichermaßen Geltung.]
Futures werden auf einen
festgesetzten künftigen Erfüllungstermin abgeschlossen. Der Termin eines
Futures, den er gleichsam auch als Stempel nach außen an sich trägt,
macht jenen künftigen (zuweilen gar nicht allzu fernab liegenden) Zeitpunkt
bzw. Zeitraum namhaft, an bzw. in dem die mit Vertragsschluss getroffenen
("unbedingten") Leistungsvereinbarungen zur Erfüllung anstehen. Hinsichtlich
Futures auf konkreter Basis ("physical delivery futures") kennzeichnet
der Termin üblicherweise kein auf den Kalendertag genau bestimmtes Datum
(Stichtag) für die daran hängende dingliche Erfüllung der Verpflichtungen
aus dem Kontrakt (für das Erfüllungsgeschäft), sondern wird durch eine
zweckmäßige Ausdehnung grundsätzlich überführt in eine überschaubare
Lieferperiode (normalerweise Lieferungsmonat, "delivery month")
von maximaler Länge, innerhalb der die physische Andienung von Waren
oder Wertpapieren abzuwickeln und auch zu Ende zu führen ist*.
Üblicherweise schließt eine solche Maximalfrist für die Lieferung eines
Underlying den letzten Handelstag des Futures mit ein. Unter dem Regelsystems
eines "cash settlement"
hingegen, das im Falle nicht andienungsfähiger oder -würdiger Vermögenswerte
die physische Andienung zu ersetzen bestimmt ist, verschmälert sich
der Zeitraum für die Erfüllung von selbst wieder auf einen einzigen
Stichtag. Hiernach fällt der Termin im Allgemeinen auf den ersten Geschäftstag
nach dem letzten Handelstag im Futures (Schlussabrechnungstag, “final
settlement day“, EDSP-Day; international ist dies meist der 3. Freitag
eines Quartalmonats), an dem nunmehr bei geänderten Kursen die endfällige
Barausgleichszahlung an den Inhaber der im Wert gestiegenen Position
notwendig zu leisten ist. Der Termin von Futures bestimmt mithin stets
die Höchstdauer einzelvertraglicher Bindungen.
[* In der Regel
ist der Verkäufer des Futures (Short) derjenige, der mit Einreichung
des Kündigungsscheins den genauen Lieferzeitpunkt (und ggf. auch Lieferungsort)
innerhalb der Lieferperiode festlegt. Vgl. hierüber die
Abwicklung der physischen Lieferung
von Futures auf konkreter Basis.]
Mit der Normierung des
Spektrums an Terminschichten einher geht augenscheinlich der Sachverhalt,
dass die Wirtschaftspläne der in den Märkten Agierenden sich nicht immer
unter zeitlichen Gesichtspunkten mit den börsenseitig vordefinierten
Erfüllungsterminen versöhnen lassen. In praktischer Konsequenz dieses
Umstandes werden
Planungshorizont der einzelnen Wirtschaften und Terminfälligkeit
der Futures wohl ein ums andere Mal divergieren. Dieser offenkundige
Übelstand einer Fristeninkongruenz wird jedoch im praktischen Börsenalltag
dadurch wettgemacht, dass im Falle kürzerer Planungshorizonte der Wirtschafter
jede eingenommene Position in Futures sich auf flexible Weise durch
ein Gegengeschäft an der Börse
noch vor Ablauf der jeweiligen Frist wieder glattstellen lässt. Bei
längeren Planungshorizonten besteht überdies die Möglichkeit, eine nunmehr
auslaufende Position in Futures ungesäumt in den darauf folgenden Termin
zu versetzen (Prolongation, "switch",
"roll-over")*. Insofern lässt die Haltedauer einer Position
trotz genormter Fälligkeitstermine sich vollkommen beliebig abstufen.
[* Als Kardinalgebrechen
eines solchen Verfahrens erweist sich der Umstand, dass zwischenzeitliche
Veränderungen in der Basis
sich zuweilen ungünstig auf das Gebaren von Kurssicherungsgeschäften
auswirken können (vgl. hiezu: "Rolling
the hedge forward"). Darüber hinaus zieht jeder Switch notwendig
die Abrechnung des bis dato aufgelaufenen finanziellen Ergebnisses (u.U.
mit der unumgänglich notwendigen Verwirklichung von Rollverlusten) wie
auch die Zahlung zusätzlicher Brokergebühren nach sich.]
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Wesen, Natur und
grundlegende Handelstechniken von Futures
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